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Donnerstag, 4. April 2002
22.15 Uhr Otzenrather Sprung
Ein Landstrich verschwindet in der Kohlegrube

Bonn (ots) - Der Film von Jens Schanze, der am 22. März dieses Jahres mit dem Adolf-Grimme-Preis im Bereich "Information und Kultur" ausgezeichnet wurde, begleitet die Einwohner dreier von zwanzig Ortschaften, die bis zum Jahr 2045 in Deutschland wegen des Braunkohletagebaus umgesiedelt werden müssen, in ihrem letzten Jahr in der alten Heimat. Der Braunkohletagebau hat im Rheinland eine lange Tradition. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges wurden deshalb mehr als 30.000 Menschen umgesiedelt. Die größte der drei rheinischen Kohlegruben trägt den Namen Garzweiler I. Garzweiler war eine der Ortschaften, die in den achtziger Jahren weichen mussten. Im November 1998 hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalens die Genehmigung für einen Folgetagebau erteilt, genannt Garzweiler II. Vorausgegangen war ein 14 Jahre währender Streit zwischen Gegnern und Befürwortern. 50 Quadratkilometer Erdoberfläche sollen im Zuge dieses Projekts bis zu einer maximalen Tiefe von 210 Metern abgetragen werden - mit allem, was sich darauf befindet. Der Abbau der Kohle wird im Jahr 2050 abgeschlossen sein. Weitere 50 Jahre werden für die vollständige Rekultivierung der Fläche benötigt. Zum Schluss - etwa im Jahr 2100 - wird ein so genannter Restsee von der Größe des Chiemsees übrig bleiben. Dokumentation von Jens Schanze (2001) Wiederholung: 04.00 Uhr ots Originaltext: PHOENIX Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen: Tel: 0228/9584-193 e-mail: presse@phoenix.de Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell

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