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phoenix Erstausstrahlung: Mein Ausland: Mission Mali - Der lange Weg zum Frieden - Sonntag, 26. Juni 2016, 21.45 Uhr

Bonn (ots) - Eigentlich war Gao - so wie der gesamte Norden Malis - bekannt für seine Musik, seinen freigeistigen Islam und die unendliche Weite und Schönheit der Wüste. Heute nennen die Bewohner Gao "die geschundene Stadt". Erst fielen die Rebellen der Tuareg ein, dann tyrannisierten Islamisten die Stadt, jetzt ist Gao voll von ausländischen Soldaten. Französische Truppen und UN-Blauhelme versuchen das Land gegen Islamisten zu sichern. Auch Deutschland hat Soldaten nach Gao entsandt. ARD-Korrespondentin Shafagh Laghai besucht die deutschen Truppen.

Shafagh Laghai trifft Malier, die lieber selbst gegen den Terror kämpfen wollen. Sie wollen vorbereitet sein, wenn die ausländischen Truppen wieder abziehen sollten. Ein Leben, so wie es unter den Islamisten war, wollen sie nie mehr führen. Das findet auch die Frauenaktivistin Fatoumata Touré. Frauen hätten keine Rechte gehabt und nicht mal alleine das Haus verlassen dürfen - ein Leben wie in der Steinzeit, denken die Bewohner der alten Wüstenstadt Timbuktu. Hier terrorisierten Islamisten ein Jahr lang die Bevölkerung. Bevor sie die Stadt verließen, zerstörten sie alles, was ihnen in die Hände fiel. So wie die historische Bibliothek mit ihren Jahrhundertealten Manuskripten. Doch mutige Bewohner hatten viele der Schriften versteckt und gerettet. Shafagh Laghai und ihr Team sehen die neu aufgebaute Bibliothek und die Hoffnung der Menschen auf einen friedlichen Neubeginn in Mali.

Jedoch leben nach wie vor zwei Drittel der Menschen in Mali in Armut und sind damit ein Anwerbungspool für Dschihadisten. Diese selbsternannten "Gotteskrieger", die verschiedenen Volksgruppen, die Hoffenden und die Enttäuschten, die malische Armee und ihre europäischen Verbündeten - sie alle sammeln sich im Norden Malis.

Reportage von Ahafagh Laghai, ARD-Studio Nairobi phoenix/WDR 2016

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