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Publizist Thilo Sarrazin: "Wenn das so weitergeht, werden sie uns in wenigen Jahrzehnten zu einer Minderheit im eigenen Land machen"

Bonn (ots) - Der Publizist und frühere SPD-Politiker Thilo Sarrazin hat seine Behauptung erneuert, wonach die hohe Zahl der Flüchtlinge, die in den vergangenen Monaten nach Deutschland gekommen sind, mittelfristig eine Gefahr für die Gesellschaft darstellten. "Wir haben eine Einwanderung, die kulturfremd ist. Wir sind geburtenarm und diese Gruppen heiraten durchschnittlich eher und haben mehr Kinder. Wenn das so weitergeht, werden sie uns in wenigen Jahrzehnten zu einer Minderheit im eigenen Land machen", erklärte Sarrazin in der Sendung Unter den Linden im Fernsehsender phoenix (Montag, 2. Mai, 22:15 Uhr). Eine ehrliche Bestandsaufnahme der bisher erfolgten Einwanderung in den vergangenen 50 Jahren komme zudem zu dem Ergebnis, "dass uns das wirtschaftlich geschadet hat", so Sarrazin, der hinzufügte: "Wenn man sich Türken und Araber anschaut, so sind sie in der Arbeitsmarkt- und Bildungsbeteiligung ganz weit hinten, bei Sozialhilfebezug und Arbeitslosigkeit ganz weit vorne. So kosten sie uns als Gruppe mehr, als sie uns bringen."

Sarrazin lehnte es jedoch ab, seine Überlegungen in einen Bezug zum Islam zu stellen und wandte sich gegen entsprechende Beschlüsse des AfD-Parteitags vom Wochenende. "Keine Religion gehört zu Deutschland. Jeder soll nach seiner Fasson selig werden." Allerdings sehe er in der Ausweitung des fundamentalistischen Islams in Europa "ein großes Problem".

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