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phoenix Erstausstrahlung: Mein Ausland - Im Bannkreis der Gotteskrieger - Auf der Flucht vor dem "Islamischen Staat" - Sonntag, 29. Mai 2016, 21.45 Uhr

Bonn (ots) - Der selbst ernannte "Islamische Staat" hat die Arabische Welt grundlegend verändert. Krieg und Chaos haben Städte entleert und Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Die Terrormiliz IS war nicht Auslöser der Kriege - etwa in Syrien, im Irak oder in Libyen - aber die Terroristen haben Rechtlosigkeit und Aufruhr für ihre Zwecke genutzt. Im Chaos von Syrien, nach dem Arabischen Frühling 2011, ist der IS überhaupt erst groß geworden. So lange die Staaten in der Arabischen Welt schwach sind, bleibt die Terrormiliz stark. Die Folge: eine Völkerwanderung, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gab.

Die Reportage ist eine Momentaufnahme. Sie beschreibt in etwa die Zeit von Anfang 2015 bis heute: in der die Terrormiliz erstmals auf breiter Front zurückgedrängt wird. Im nordsyrischen Kobane bekommt der Mythos der Unbesiegbarkeit der Gotteskrieger erste Risse. Gut vier Monate lang widerstehen die kurdischen Verteidiger der Belagerung durch den IS, dann ist die Terrormiliz mit Luftunterstützung der US-geführten Anti-IS-Koalition endgültig vertrieben. Der Wiederaufbau der Stadt ist mühsam und schmerzhaft, fast die Hälfte der Stadt ist zerstört und viele Familien haben Angehörige verloren.

Schwenk besucht das irakische Ramadi, von wo die irakische Armee den IS vertrieben hat - zurück blieb eine verminte Trümmerwüste. Die Einwohner von Ramadi müssen weiter im Lager hausen. Über die irakische Grenze geht es nach Saudi-Arabien, von wo nach wie vor viele IS-Kämpfer und Unterstützer kommen. Auch in Libyen haben die Terrorkrieger längst Fuß gefasst. Denn die Terrormiliz des von inneren Kämpfen zerrissenen nordafrikanischen Landes gedeiht im Chaos.

Reportage von Volker Schwenk, ARD-Studio Kairo, phoenix/SWR 2016

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