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Blödsinn, Stimmungsmache und inakzeptabel: Friedrich hat sich ins Aus geschossen

Bonn (ots) - Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth (B'90/Die Grünen) und der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Niels Annen, disqualifizieren im phoenix-Interview die Kritik des ehemaligen Innenministers Hans-Peter-Friedrich (CSU) an der aktuellen Flüchtlingspolitik.

Laut Roth, ebenfalls Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zeige Friedrich, "dass ganz offensichtlich in seiner CSU das C und das S nicht mehr gilt, sondern U eher für unmenschlich steht. Und zum anderen zeigt er, dass er offensichtlich gar keine Ahnung hat, was los ist in dieser Welt und wie wir auch aus außen- und sicherheitspolitischen Abwägungen Regionen stabilisieren, indem wir mehr Menschen bei uns aufnehmen." Mit seinen Einlassungen, die Roth als "vollkommenen Blödsinn" und "furchtbar" bezeichnet, habe sich Friedrich "ins Aus geschossen und vor allem - ich komme ja aus Bayern - es entspricht definitiv nicht der Stimmung der Menschen in Bayern, die eine große Hilfsbereitschaft zeigen."

Auch der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Niels Annen, hält die Kritik des ehemaligen Inneministers im phoenix-Interview "in der Sache für völlig falsch. Ich glaube auch, dass er damit einen Fehler gemacht hat." Die Politik unterstütze laut Annen die Hilfsbereitschaft der Menschen in Deutschland und müsse selbst Geld und Infrastruktur zur Verfügung stellen, "aber wir sollten keine schlechte Stimmung und Probleme herbeireden." Insofern seien die Äußerungen Friedrichs, so Annen, "Stimmungsmache" und "inakzeptabel".

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