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Ein Lied für Argyris, Samstag, 25. April 2015, 22.30 Uhr

Bonn (ots) - Erstmals hat Griechenland im Streit um Reparationszahlungen für die Zeit des Zweiten Weltkriegs eine konkrete Zahl genannt: 278,7 Milliarden Euro. Aufgrund der aktuellen Debatte zeigt phoenix die Dokumentation "Ein Lied für Argyris", einen bemerkenswerten Film des Schweizer Regisseurs Stefan Haupt.

Distomo ist ein kleines Bauerndorf an der Straße von Athen nach Delphi. Hier überlebt der kleine Argyris, noch keine vier Jahre alt, am 10. Juni 1944 ein brutales Massaker der deutschen Besatzungsmacht. Die sogenannte "Sühnemaßnahme" der SS-Division ist die Reaktion auf einen Partisanenangriff in der Gegend. Innerhalb von zwei Stunden werden 218 Dorfbewohner umgebracht - Frauen, Männer, Greise, Kleinkinder und Säuglinge. Argyris verliert seine Eltern und 30 weitere Angehörige. Mehrere Jahre verbringt der Junge in Waisenhäusern rund um Athen, wie tausende andere Kriegskinder. Dann taucht eine Delegation des Roten Kreuzes auf und sucht Kinder für eine Reise in ein fernes Land aus. Argyris will unbedingt mit und kommt so ins Kinderdorf Pestalozzi im schweizerischen Trogen. Jahre später promoviert er an der ETH Zürich in Mathematik und Astrophysik. Bald unterrichtet er an Zürcher Gymnasien, beginnt, griechische Dichter ins Deutsche zu übersetzen, und arbeitet später mehrere Jahre als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal und Indonesien. Seit er wieder nach Europa zurückgekehrt ist, reist er zwischen der Schweiz und Griechenland hin und her - und die Aufenthalte in der alten Heimat werden immer länger.

"Ein Lied für Argyris" ist ein Film über den Umgang mit persönlicher Trauer und historischer Schuld. Es geht um eine unmöglich scheinende Aussöhnung, um die Suche nach Frieden und eine Reise mit offenem Ausgang.

Dokumentarfilm von Stefan Haupt, SRF 2007, 104 Minuten Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis beim renommierten Dokumentarfilmfestival 2007 in Thessaloniki.

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