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Mittwoch, 24. Oktober 2001
20.15 Uhr PHOENIX - Schwerpunkt: Arbeitsmarkt - Stolperstein für den Kanzler?

    Bonn (ots) - Die Arbeitslosigkeit wird deutlich höher ausfallen
als von der Bundesregierung erwartet. Bundeskanzler Gerhard Schröder,
der für das Wahljahr 2002 eine Arbeitslosigkeit von durchschnittlich
3,5 Millionen angepeilt hat, ist von diesem Ziel weit entfernt: Von
3,8 und sogar von mehr als vier Millionen Arbeitslosen ist inzwischen
die Rede. Schuld ist nach Ansicht von Experten nicht nur die
Konjunktur, die durch die Folgen der Terroranschläge vom 11.
September noch schlechter wird, Schuld sind auch die verkrusteten
Strukturen am deutschen Arbeitsmarkt. Die Krise ist inzwischen in
fast allen Sparten zu spüren: Die Großbanken wollen 20 000
Mitarbeiter einsparen, bei Siemens sollen es 17 000 Beschäftigte sein
und im Einzelhandel rechnet man bis Ende des Jahres mit rund 25 000
Stellen, die abgebaut werden müssten. Am schlimmsten hat es die
Bauwirtschaft erwischt, dort könnten in diesem und im kommenden Jahr
jeweils rund 100 000 Stellen wegfallen.
    
    Was kann die Bundesregierung tun, um die Konjunktur wieder
anzukurbeln? Kommt es zu einem Umbau der staatlichen
Arbeitsmarktpolitik? Wie werden sich die Gewerkschaften verhalten?
    
    Darüber diskutiert Gaby Dietzen u.a. mit Prof. Meinhard Miegel vom
Institut für Wirtschaft und Gesellschaft.
    
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