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"Auch Sozialdemokraten vor Spendenausschuss, wenn an Affäre beteiligt" - "Inszeniertes Ablenkungsmanöver?"

    Bonn/Berlin (ots) -     Friedhelm Julius Beucher, SPD-MdB, Mitglied Parteispenden-Untersuchungsausschuss, im PHOENIX-Interview

    Ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit und Herkunft will der
Parteispenden-Untersuchungsausschuss weitere Zeugen befragen. "Wenn
Sozialdemokraten an der Affäre beteiligt waren, dann müssen
Sozialdemokraten auch vor den Zeugenstand geladen werden", sagte der
SPD-Abgeordnete Friedhelm Julius Beucher im PHOENIX-Interview. "Hier
wird nicht nach dem Parteibuch getrennt, wir haben hier aufzuklären,
und das ohne Ansehen der Herkunft", führte das  Ausschuss-Mitglied
weiter aus.
    
    "Wenn es richtig ist, dass in Niedersachsen Leute auch zu Gunsten
von Elf Aquitaine etwas gemacht haben, dann müssen wir da
nachfragen." Hier müsse die Aufklärung genauso intensiv betrieben
werden "wie wir das bei den Leuten der ehemaligen Regierung Kohl
gemacht haben."
    
    Er wisse allerdings nicht, ob Gerhard Schröder während seiner
Amtszeit "als Ministerpräsident in Niedersachsen damit befasst war".
Ob er als Ministerpräsident auch mit Hans Friderichs, in seiner
Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender von Leuna/Minol und Berater
von Elf Aquitaine gesprochen habe, "das müssen wir jetzt eben auch
noch Herrn Schröder fragen", sagte Beucher. Allerdings frage er sich,
"ob es sich hier um ein groß inszeniertes Ablenkungsmanöver handelt,
zumal der Obmann der CDU, Herr Schmidt, das bereits öffentlich
gefordert hat."
    
    
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