Singhammer (CSU) zu Fleischskandal: "Wir müssen die Strafen erhöhen" / Höhn (Grüne): Hohe Strafen allein reichen nicht

Bonn (ots) - Bonn/Berlin, 22. Februar 2013 - Der Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union Johannes Singhammer hat im PHOENIX-Interview härtere Strafen für Betrüger in der Lebensmittelbranche gefordert: "Wir müssen die Strafen erhöhen. Es muss so gefährlich sein, dass sich ein Straftäter davor hütet, das noch einmal zu tun. Und es muss für die Unternehmen, die sich daran beteiligen oder im Hintergrund stehen, so risikoreich sein, dass sie wissen müssen, dass alle Gewinne, die sie damit machen, ihnen wieder weggenommen werden." Auch die Verkäufer von falsch ausgezeichneten Lebensmitteln an die Endverbraucher müssten "in Haftung genommen" werden, so Singhammer weiter. Ziel sei es, dass auch die Verkäufer von Lebensmitteln mehr Kontrollen durchführten und sich nicht nur über Verträge mit Zulieferern absicherten.

Die Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Bärbel Höhn hält härtere Strafen für den falschen Ansatz und fordert mehr Transparenz für die Lebensmittelhändler: "Mit Strafen und Bußgeldern kriegt man die Leute nicht. Man muss viel stärker die gesamte Kette auch den Lebensmittelhändlern zur Verfügung stellen, die hier kaufen. Durch diese Transparenz würden die schon sehen, wo ein Händler involviert ist, von dem man besser nicht kaufen sollte."

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