PHOENIX

Programmhinweis Samstag, 4. November 2000

Bonn (ots) - Auslandsreportage 18.45 Uhr Hillary Clinton - die Wandlungsfähige Von der First Lady zur Senatorin Sie ist eine der bekanntesten Frauen der Welt - Hillary Clinton. Es ist, als hätten die Clintons eine Art Pakt geschmiedet, was auch immer geschieht, irgendwie an der politischen Macht teilzuhaben. Und so ist es dann vielleicht kein Zufall, dass ausgerechnet am Tiefpunkt ihrer Ehe das Projekt Hillary und der Senatorenwahlkampf in New York begann. Die unnahbare, vom Secret Service abgeschirmte First Lady verwandelt sich im Rennen um einen Senatssitz zur herzlichen Landesmutter. Während ihre Gegner versuchen, sie als Nicht-New-Yorkerin zu diskreditieren, reist sie unbeirrt durch ihre Wahlheimat und hat die Arbeiter und Minderheiten schon längst auf ihrer Seite. Neuerdings lacht sie sogar über sich selbst: "Wo kann man schon an einer Straßenecke stehen und die Leute schreien dir in jeder Sprache entgegen ,Hau ab' zu - allein in New York, wo alle Sprachen der Welt gesprochen werden." Ihre Chancen stehen nicht schlecht, dass der teuerste Senatoren-Wahlkampf aller Zeiten am 7. November zu ihren Gunsten ausgehen wird. Porträt von Caroline Imlau (PHOENIX 2000) Geheimnisse unserer Welt 19.15 Uhr Höllenfahrten Meuterei auf der Batavia Kein holländisches Schiff, außer dem "Fliegenden Holländer", hat je so viele makabre Schlagzeilen gemacht wie die "Batavia". Sie fuhr mitten in die Hölle, und nur wenige haben das Fegefeuer überlebt. Dreieinhalb Jahrhunderte nach seinem Untergang ist das Prachtschiff der "Vereinigten Ostindischen Kompanie" auf einer Schiffswerft wieder auferstanden. 1629, im "Goldenen Zeitalter Hollands", fährt der barocke Dreimaster nach Hinterindien zu den Gewürzinseln. 342 Menschen, Matrosen und Seesoldaten, Kaufleute und 39 Frauen und Kinder drängeln sich auf den überfüllten Decks. Nach einer dramatischen Fahrt mit Stürmen und Skorbut, Elend und Meuterei, läuft das Schiff vor der Westküste Australiens auf ein Riff. Hunderte Schiffbrüchige retten sich auf winzige Koralleninseln und schmachten am Ende der Welt in wasserloser Ödnis ohne Hoffnung auf Rettung. Noch heute zeugen auf der Insel mit dem unheilvollen Namen "Batavia' s Friedhof" Knochen Erschlagener, hastig zur Verteidigung aufgeschichtete Steinverhaue und schwarze Galgenbäume vom Grauen vergangener Zeiten. Während Kommandeur Pelsaert in einer Schaluppe nach Java segelt, um Hilfe zu holen, errichtet sein Stellvertreter Cornelisz mit Hilfe skrupelloser Spießgesellen ein Schreckensregiment auf den Inseln. Der Anhänger einer geheimen Sekte mit dem ketzerischen Wahlspruch "Genuss ohne Reue!" reißt den Proviant an sich, versklavt die Frauen und läßt systematisch Menschen umbringen, damit er die spärlichen Vorräte nicht teilen muss. Die Hölle wird hier Wirklichkeit. Nackte Gewalt regiert. Die Rückkehr des Kommandanten rettet die Überlebenden in letzter Minute. Auf dieser Reise in düstere Zeiten erleben wir die Allmacht des ersten Weltkonzerns kapitalistischer Frühzeit, steigen in den dunklen stinkenden Schiffsbauch eines Ostindienseglers, in dem ein Dämon sein Netz aus Verrat und Wolllust spinnt, und stellen im Angesicht des Grauens auf "Batavia's Friedhof" Fragen nach der Natur des Menschen. Dokumentation von Martin Papirowski und Christian Twente fotos über www.ard-foto.de Mein Ausland 20.15 Uhr Paris - Stadt der Künstler und der Träumer Paris vom Wasser aus: Über die Seine, durch die Kanäle - über- und unterirdisch- bis hinaus zur Marne geht die Schiffsreise. Dabei werden, zum Teil mit Luftaufnahmen, unterschiedliche Orte gezeigt und Personen charakterisiert: Die "Cité fleurie" - eine alte Künstlerkolonie, der "Parc de la Villette", mit dem ehemaligen Pariser Schlachthof und der eigenwilligen Architektur und die Tanzcafés an der Marne, wo noch immer alte und junge Paare Musette-Walzer tanzen. Ein Fotograf, der seit über 40 Jahren Pariser Sehenswürdigkeiten aufnimmt und voller Geschichte steckt, begleitete den Autor bei seiner durch Tour durch Paris. Film von Rolf Scheller (2000) Dokumentarfilm 23.15 Uhr Letzte Runde Derniere Tournee. Last Round Feierabend. Man geht in Kneipen, Bars, Cafés oder Restaurants, trifft Freunde und redet. Irgendwann zwischen Mitternacht und Morgengrauen wird die letzte Runde ausgeschenkt. Antonia Lerch ist losgezogen und hat in Berlin Geschichten gesammelt, denn vor ihrer neugierigen Kamera ereignet sich immer und grundsätzlich etwas. Alltagsgeschichten. Da wird über den neuen Speiseplan und die Familientradition in Italien gesprochen. Da wissen zwei Fledermausexperten Unglaubliche zu berichten. Ein junges Paar streitet sich mal wieder, während die Kellnerin hinter der Bar versucht, ihr Privatleben am Telefon zu regeln. Zwei Herzchirurgen lassen den Tag Revue passieren, trinken noch ein Bier und philosophieren über das Leben und den Tod. Eine ukrainische Jüdin erzählt ihren Freundinnen von früher, vom Tod ihrer Mutter und von ihrer Flucht. Elsa, eine Schwarze aus Paris, steht am Tresen und flippert, trinkt Whiskey und erzählt von ihrer Großmutter. Und dann tanzt sie zur Musik der Rolling Stones. Wenn der Morgen anbricht, singt auf einer Terrasse am Fluß eine Mongolin von den Grauschimmeln Dschinghis Khans. Ihre Augen sind geschlossen und die Heimat ist wieder nah. 100 Tage - 100 Gäste auf der documenta X.: Antonia Lerch war eingeladen, ihren Film dort als "work in progress" vorzustellen. Die Resonanz bei Publikum und Presse war hervorragend. Außerdem lief der Film letztes Jahr auf der Duisburger Filmwoche und im Festivalprogramm der Art Chicago 1998 in den USA. ots Originaltext: PHOENIX Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen: PHOENIX-Kommunikation Tel: 0228/9584-193 Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell

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