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Richling über Streit mit Hildebrandt: Wollten uns das Geplänkel nicht nehmen lassen
"Gebe Sigmar Gabriel ein halbes Jahr"

    Bonn (ots) - Bonn, 29. Oktober 2009 - Der Kabarettist Matthias Richling wertet den Konflikt mit Dieter Hildebrandt um den Namen der ARD-Sendung "Satire-Gipfel" als positiven Schub für die Sendung. Hildebrandt hatte gerichtlich untersagen lassen, die Sendung wie geplant nach seiner alten Sendung "Scheibenwischer" zu benennen. In der PHOENIX-Sendung IM DIALOG (Ausstrahlung Freitag, 24.00 Uhr) sagt Richling dazu: "Die Form ist natürlich miserabel gewesen, aber er konnte nichts Besseres tun." Mit einem seit Jahrzehnten eingeführten Namen wie "Scheibenwischer" trage man immer auch ein Vergleichspotential mit sich herum, an dem man nicht nur gemessen, sondern auch runtergezogen werde. Sein Konflikt mit Hildebrandt sei aber ohnehin nicht so ernst gewesen, wie in den Medien häufig dargestellt: "Es war ein Geplänkel, das wir uns nicht nehmen lassen wollten", so Richling. Skeptisch zeigt sich der Kabarettist über die Zukunft der SPD und ihres designierten Vorsitzenden. Die SPD habe alle Vorsitzenden seit Willy Brandt aus den eigenen Reihen heraus beschädigt, so Richling. "Ich gebe Herrn Gabriel ein halbes Jahr vielleicht - aber damit ist er auch gut bedient". Die SPD setze wohl darauf, ähnlich wie Opel von Angela Merkel mit einer Bürgschaft gerettet zu werden. Doch Karstadt und Quelle seien auch untergegangen, warnte Richling. Den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger beschreibt Richling dagegen als angenehmen Menschen, der nur in der Öffentlichkeit sehr spröde und "eingesteift" wirke. "Er ist ein ausgesprochen launiger und gut aufgelegter privater Mensch, der mit seiner öffentlichen Person fast nichts zu tun hat. So ist es mit vielen Politikern, die Angst haben, dass sie sich privat zu sehr öffnen könnten und dass ihnen daraus ein Strick gedreht werden könnte", so Richling in der PHOENIX-Sendung.

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