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Schneider: Anhebung von Hartz IV begrüßt
Sparkurs wäre "Overkill" für die Wirtschaft

    Bonn (ots) - Bonn/Berlin, 22. Oktober 2009 - Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, begrüßte gegenüber PHOENIX die Anhebung des Hartz IV-Regelsatzes, die von der schwarz-gelben Koalition angestrebt werde. "Man hat sich im Moment sogar zu Verbesserungen von Hartz IV durchgerungen. Das ist etwas, was bei der Großen Koalition so nicht möglich war." "Wenn man Spielräume hat, dann muss man sie auch tatsächlich dort einsetzen, wo Konsum stimuliert wird. Dann denken wir natürlich sehr schnell an die Regelsätze für Hartz IV, an die Entlastung von Familien mit zwei und mehr Kindern, weil hier das Geld direkt wieder in die Wirtschaft hinein geht und konjunkturell positive Impulse initiieren kann." "Dann sind auch Schulden vertretbar", so Schneider weiter.

    Einen strikten Sparkurs hält er in der aktuellen Haushaltslage für verfehlt: "Wir können uns jetzt kaputt sparen, um dieses zu kompensieren oder wir müssen Schulden aufnehmen." "Bei einem Wachstum von nur einem Prozent 'reinzusparen' heißt, die Wirtschaft wirklich zum Overkill zu bringen." "Deswegen haben wir überhaupt keine Alternative, Schulden aufzunehmen."

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