PHOENIX: NEU BEI PHOENIX: Themenwoche "UNTER DEN LINDEN SPEZIAL - Standort D", von Montag, 29. Juni, bis Freitag, 3. Juli 2009, jeweils 21 Uhr

Fernsehen,Medien,Wirtschaft,Soziales,Politik,Innenpolitik

NEU BEI PHOENIX: Themenwoche "UNTER DEN LINDEN SPEZIAL - Standort D", von Montag, 29. Juni, bis Freitag, 3. Juli 2009, jeweils 21 Uhr

    Bonn (ots) -

    Neue bei PHOENIX: Themenwoche "UNTER DEN LINDEN SPEZIAL - Standort D"

    Mit jeweils fünf Dokumentationen, Reportagen und SPEZIAL-Ausgaben der Talk-Sendung UNTER DEN LINDEN beleuchtet PHOENIX die Geschichte und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen und Faktoren, die die ökonomische Entwicklung Deutschlands nachhaltig beeinflusst haben und sie künftig bestimmen werden.

    "Made in Germany" war jahrzehntelang das Markenzeichen für die besondere Qualität deutscher Produkte - und die Stärke des Industriestandortes Deutschland. Der kleine Vermerk auf Produkten stand nicht nur für Qualität und Zuverlässigkeit. Er trug auch dazu bei, sie bekannter zu machen und Deutschland auf dem Weg zum Export-Weltmeister zu begleiten.

    Doch in den vergangenen Jahren wurde "Made in Germany" immer öfter auch als Hemmschuh in einer globalisierten Wirtschaft wahrgenommen: Zu einengend für den internationalen  Markt, zu wenig europäisch - und zu teuer. Der "Standort D" verlor an Boden: Deutsche Unternehmen verlegten ihre Produktionsstätten ins Ausland, Ökonomen kritisierten zu hohe Kosten und zu geringe Flexibilität bei der Produktion in Deutschland.

    Unter dem Titel "Standort D" geht PHOENIX an fünf Abenden hintereinander der Frage nach, wie es um den Wirtschaftsstandort Deutschland steht. Ist er zu teuer und zu schwerfällig? Oder bringen die vielbeschworenen"deutschen Tugenden" und ein starker, innovativer Mittelstand Deutschland sogar gestärkt aus der Krise hervor?

    So schaut PHOENIX auf die Garanten des deutschen Wirtschaftserfolges, die mittelständischen Familienunternehmen (Montag, 29. Juni), und prüft die Konkurrenzfähigkeit des Wissenschafts- und Forschungsstandortes (Dienstag). Die Lebensadern eines Wirtschaftsstandortes, die Infrastruktur, beleuchtet PHOENIX ebenso (Mittwoch 1. Juli) wie den "Faktor Mensch" (Donnerstag). Mit einem globalen und resümierenden Überblick über den Stand der deutschen Unternehmen in der Weltwirtschaft schließt PHOENIX am Freitag die Themenwoche ab.

    In den jeweiligen Ausgaben von "Unter den Linden SPEZIAL" vertiefen Experten das entsprechende Schwerpunktthema des Abends und ordnen es in den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Rahmen ein.

    Das Programm der Themenwoche "Standort D" im Überblick

    Montag, 29. Juni 2009 "Wirtschaftswunder reloaded - Die Familienunternehmen"

    21.00 Uhr Fall Deutschland - Das Wirtschaftswunder Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Ein wirtschaftliches Schwergewicht ist auf dem Weg nach unten. Rund fünf Millionen Arbeitslose und immer noch kein Aufschwung in Sicht - warum finden wir keinen Ausweg aus der Krise? Stefan Aust und Claus Richter suchen in der Dokumentation nach Gründen für die Misere und stellen fest, dass Fehler schon früh im System der jungen Bundesrepublik angelegt wurden. Schleichend und von den Bürgern unbemerkt begann der Abstieg, als alle noch vom Wohlstand des Wirtschaftswunders zehrten. Aus wahltaktischen Gründen wurde die Wahrheit um die wirtschaftlichen Zusammenhänge ausgeblendet - und das im stillschweigenden Einvernehmen von Parteien und Lobbys von links bis rechts. Erst langsam dringt ins öffentliche Bewusstsein, dass komfortable Existenzbedingungen auch bezahlt werden müssen. Basis dafür ist eine funktionierende Volkswirtschaft, doch davon ist Deutschland weiter entfernt denn je. "Wenn wir auf Jahrzehnte so weiterfahren wie bisher, dann muss ich für unser Vaterland schwarz sehen", sagt Altkanzler Helmut Schmidt im Gespräch mit den Autoren. Die Erfolge verleiten die politisch Verantwortlichen zu schwerwiegenden Fehlern. Mitte der 50er Jahre hat die Regierung Überschüsse in Milliardenhöhe in der Staatskasse. Deshalb beschließt sie eine Jahrhundertreform für die Rentner. Der Grund: Es stehen Wahlen an, und Kanzler Adenauer möchte im Amt  bleiben. Also verspricht er den Senioren die dynamische Rente, die an die aktuelle Lohnentwicklung gekoppelt ist und monatlich ausgezahlt wird. Ludwig Erhard und andere Experten warnen vor diesem Konzept, doch der Alte wischt die Bedenken beiseite: "Kinder kriegen die Menschen immer". Angesichts von Vollbeschäftigung und scheinbar grenzenlosem Wachstum bauen die Regierungen Adenauer und Erhard den Sozialstaat weiter kräftig aus. Stand eine Wahl an, wurde vorher das soziale Füllhorn ausgeschüttet. Die Große Koalition unter Kurt Georg Kiesinger fasst einen weiteren folgenschweren Beschluss: Sie ändert mit der Finanzverfassungsreform das Grundgesetz. Damit bekommen die Bundesländer ein erhebliches Mitspracherecht an der Vergabe von Steuereinnahmen. Zwei Drittel aller wichtigen Gesetze sind im Bundesrat zustimmungspflichtig - Deutschland wird zur gelähmten Republik. Dokumentation von Stefan Aust und Claus Richter (ZDF, 2005)

    21.45 Uhr "Wirtschaftswunder reloaded - Die Familienunternehmen" Wir sind Weltmeister - Exportweltmeister. Wir? Wer steht für diesen Weltmeistertitel? Es sind die Hidden Champions, die mittelständischen Familienunternehmen, die mit ihrer Weltmarktführerschaft hohen Anteil am Exporterfolg der deutschen Wirtschaft haben. Sie füllen Nischen und beherrschen Märkte. Sie sind das eigentliche Aushängeschild und das Rückgrat des Standorts Deutschland. Warum sind diese Unternehmen so erfolgreich? Der Film "Wirtschaftswunder reloaded - Die Familienunternehmen" portraitiert zwei Familienunternehmen exemplarisch für einen ganzen Wirtschaftszweig. Die Firmen Otto Bock Healthcare und Stihl verkörpern die Unternehmensphilosophie und Kultur der Familienunternehmen, die bereits das erste deutsche Wirtschaftswunder entscheidend mitgetragen haben. Ihre Erfolgsstrategien sind über Generationen konstant geblieben. Sie weisen auch den Weg, der aus der gegenwärtigen Krise führt. Zu Wort kommen u. a. die Spitzen der Eigentümerfamilien.

    Film von Martin Priess (PHOENIX, 2009)

    22.15 Uhr UNTER DEN LINDEN SPEZIAL "Wirtschaftswunder reloaded - Die Familienunternehmen" Christoph Minhoff diskutiert mit Prof. Gustav A. Horn (Wissenschaftlicher Direktor Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung) und Thomas Selter (Unternehmer, Vorstandsmitglied Verband "Die Familienunternehmer / ASU")

    Dienstag, 30. Juni 2009 "Rohstoff Wissen - Die Forschung"

    21.00 Uhr Evolution Cyborg Auf dem Weg zur Mensch-Maschine

    Der Traum, den menschlichen Körper in seinen Funktionen zu verbessern und seine Leistungsfähigkeit zu optimieren, ist Jahrhunderte alt. Die Verschmelzung zwischen Mensch und Maschine führt inzwischen in Dimensionen, die sich bis vor kurzem wie Science-Fiction lasen, aber Einzug in den medizinischen Alltag halten. Auf kleinster Ebene hat die Kommunikation zwischen menschlichem Nervensystem und technisch höchst komplexen Bauteilen begonnen. Die Rede ist vom Neurochip und verschiedenen Arten von Neuroimplantaten. Es sind Systeme winziger Elektroden, die mit lebenden Nervenzellen in Kontakt treten, deren elektrische Impulse lesen und weiterverarbeiten. Neurochips können inzwischen direkt oder indirekt Funktionen im menschlichen Gehirn übernehmen. Forscher und Techniker aus aller Welt arbeiten daran, diese Verbindung zu perfektionieren. Daraus resultiert eine neue Art der Zusammenarbeit des Menschen mit der Technik. Es entwickelt sich eine physische Symbiose. Der Mensch nutzt nicht mehr nur äußerliche Objekte, wie Brillen, Armprothesen oder Hörgeräte, um sein Leben zu erleichtern, sondern er macht die Technik zu einem Teil seines Körpers, verschmilzt mit ihr. Neurochips und Neuroimplantate können auf verschiedenen Gebieten der Medizin, Industrie und auch für militärische Anwendungen eingesetzt werden. Das birgt auch große Gefahren.

    Regie: Christopher Phillip Zahlten (ZDF, 2006)

    21.45 Uhr "Rohstoff Wissen - Die Forschung"

    Wissenschaft aus Deutschland steht im Land der Dichter und Denker immer noch hoch im Kurs. An Innovationen mangelt es nicht. Nicht ganz so gut fällt die Benotung bei der Qualität deutscher Hochschulen aus. Hier wird die Exzellenzinitiative der Bundesregierung von fast allen Kommentatoren zwar als Schritt in die richtige Richtung angesehen. Ob diese ausreichend ist, ist aber fraglich. Bei den Forschungsmöglichkeiten für den Nachwuchs ist hierzulande noch genug Spielraum für Verbesserungen - insbesondere was die Arbeitsbedingungen angeht. Nur wenn sich diese in den kommenden Jahren deutlich verbessern, werden die klugen Köpfe in Deutschland gehalten werden können und nicht ins Ausland abwandern. Positiv ist derweil, dass in bestimmten Bereichen Wissenschaftler - z. B. aus den USA - zu Forschungsaufenthalten nach Deutschland kommen.

    Film von Alexander Poel (PHOENIX, 2009)

    22.15 Uhr UNTER DEN LINDEN SPEZIAL "Rohstoff Wissen - Die Forschung"

    Michael Hirz diskutiert mit Anette Schavan (Bundesministerin für Bildung und Forschung, CDU) und Bärbel Höhn (Stellv. Fraktionsvorsitzende Bündnis 90 / Die Grünen).

    Mittwoch, 1. Juli 2009 "Spuren des Erfolges - Die Infrastruktur"

    21.00 Uhr "Die schnellsten Straßen der Welt - Die Geschichte der Autobahn"

    Die deutsche Autobahn ist mehr als nur ein Verkehrswegesystem. Vor allem für die Deutschen. Schon die Anfänge des Autobahnbaus sind Legenden umrankt. So beanspruchen die Deutschen die Erfindung der Autobahn gerne für sich, auch wenn das erste längere Teilstück einer "kreuzungsfreien Piste mit getrennten Fahrspuren" 1924 in Italien eingeweiht wurde, zwischen Mailand und Varese. Dass die "Autobahn" auch heute noch mit Deutschland identifiziert wird, hat mit der Konsequenz zu tun, mit der diese in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als "nationale Bauaufgabe" in Angriff genommen wurde. Und mit den propagandistischen Verquickungen dieser frühen Zeit, die die Autobahn zu einem unantastbaren Sinnbild für Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum gemacht haben - bis heute. "Freie Fahrt für freie Bürger" dieses Motto beschreibt die Seelenlage vieler Autofahrer in Deutschland und erklärt ihre innige Beziehung zu 'ihrer' Autobahn: Die Sehnsucht nach Freiheit und Individualismus - nur hier scheint sie in Erfüllung zu gehen. Bislang ist es keiner deutschen Regierung gelungen, ein generelles Tempolimit einzuführen. Die Realität zeigt täglich, dass die "freie Fahrt" in eine Sackgasse führt. Chronische Verkehrsüberlastung und der ständige Zwang zu Ausbau und Instandsetzung haben nicht dazu geführt, alternative Konzepte zur Infrastruktur (zum Beispiel den Ausbau des Schienenverkehrs) zu entwickeln und voranzutreiben. Im Gegenteil: Der "Mythos Autobahn" scheint ungebrochen.

    Film von Christian Romanowski (SWR, 2006)

    21.45 Uhr "Spuren des Erfolges - Die Infrastruktur"

    Globalisierung bedeutet offene Märkte, weltweite Kundschaft, grenzenlose Aktivität. Wer hier erfolgreich sein will, braucht eine leistungsstarke Infrastruktur und Logistik, am Standort D selbst und in die Weltmärkte hinein. Die Logistik ist ein Herzstück der Globalisierung - Herausforderung und Chance gleichermaßen. Deutschland ist am Weltmarkt mit einem der größten Logistikunternehmen der Welt - der DHL Deutsche Post - vertreten. Am Beispiel der Kooperation der Firma Otto Bock mit DHL zeigt der Film, wie moderne Logistik funktioniert und welche Veränderungen in den nächsten Jahren auf die Logistik zu kommen werden. Zu Wort kommt u. a. der Vorstandsvorsitzende der DHL/Deutsche Post, Frank Appel.

    Film von Martin Priess (PHOENIX, 2009)

    22.15 Uhr UNTER DEN LINDEN SPEZIAL "Spuren des Erfolges - Die Infrastruktur"

    Donnerstag, 2. Juli 2009 "Der Faktor Mensch - Die Arbeitswelt"

    21.00 Uhr "Hauptsache Arbeit - Multijobber"

    Um 2.30 Uhr klingelt der Wecker. Kurz nach den beiden Jungs sehen, um 4.00 Uhr ist Schichtbeginn im Großmarkt - so beginnt der Tag der alleinerziehenden Mutter Henni M.. Abends gegen 23.00 Uhr endet der letzte Job, dann dreht sich das Karussell nach wieder vier Stunden Schlaf von Neuem. Henni hat mehrere Jobs, denn sie braucht das Geld für die Miete und die teure Privatschule ihrer beiden Söhne. Sie kommt auf eine Arbeitszeit von 80 Stunden die Woche. Meik, der Multivertreter, Sicherheitsmann und PR-Aktionist, schafft das auch locker. Er wirbt für Internet-Anschlüsse, verkauft Kassen und Fußpflegemittel, macht Werbung in Diskotheken und ist nachts als Wachmann unterwegs. Warum er sich das antut? Das Haus im Grünen und irgendwann früher aufhören, fällt ihm ein; so richtig nachdenken mag er darüber nicht. Sein 15-jähriger Sohn sagt, dass er Angst um den Vater hat. Und Renate, die 56-jährige aus Neukirchen-Vluyn, ist Fußpflegerin, Haushaltshilfe, Kellnerin und Bademeisterin in einer Person. Weil der Ehemann gestorben ist, versucht sie so, das Lebensniveau der Familie zu halten. Gegen Mitternacht, wenn sie nach Hause kommt, bügelt sie die Wäsche für die erwachsenen Söhne, die im Haus leben. Das Schlimmste wäre, wenn sie das Haus nicht mehr halten könnte und die Familie auseinander gerissen würde. Warum werden auch bei uns immer mehr Menschen Multijobber? Haben sie wirklich keine andere Wahl oder laufen sie mit der vielen Arbeit auch vor irgendetwas weg?

    Film von Beate Greindl (WDR, 2007)

    21.45 Uhr Der Faktor Mensch - Die Arbeitswelt

    From nine to five - Das war über viele Generationen hinweg das gängige Arbeitszeitmodell. Mit der Entwicklung vielfältiger Modelle der Lebensplanung muss sich auch die Arbeitszeit anpassen. So sind Unternehmen, in denen die Mitarbeiter in mehr als 100 verschiedenen Arbeitszeitmodellen tätig sind, keine Seltenheit mehr. Arbeitszeiten werden heute zunehmend flexibel gestaltet. Für hochqualifizierte Mitarbeiter ist nicht mehr nur das Gehalt wichtig. Mit entscheidend ist auch, dass der Faktor Mensch berücksichtigt wird. So wird etwa für Väter die Möglichkeit, in Elternteilzeit zu gehen, immer wichtiger. Flexible Arbeitszeiten gehören heute schon zur Normalität. Der Faktor Mensch verändert die Arbeitswelt von heute und morgen. Zugleich wird aber auch der Leistungsdruck immer höher. Recruiter schauen sich heute bereits an Schulen und an den Universität nach Fachkräften um. Sie sollen Fachkompetenz und damit wirtschaftlichen Erfolg für die Unternehmen sichern. Der Kampf um die besten Köpfe ist härter geworden. Der Mensch steht in der globalisierten Wirtschaft unter immer größerem Erfolgsdruck. Film von Alexander Poel (PHOENIX, 2009)

    22.15 Uhr UNTER DEN LINDEN SPEZIAL "Der Faktor Mensch - Die Arbeitswelt"

    Freitag, 3. Juli 2009 "Made in Germany - Der Weltmarkt"

    21.00 Uhr "Der Gigant im Rheindelta - Der Rotterdamer Hafen"

    In Rotterdam ist der größte Seehafen Europas. Er ist mit mehr als 40 Kilometern Länge und zehn Kilometern Breite einer der Dreh- und Angelpunkte für die Versorgung Europas mit lebenswichtigen Gütern und Rohstoffen. Sein internationales Gewicht verdankt der Hafen seiner einmaligen geografischen Lage: direkt an der Nordsee und dem Mündungsdelta des Rheins gelegen. Welche Logistik ist notwendig, um solch einen Hafenbetrieb am Laufen zu halten und wer sind die Menschen, die sich dieser Herausforderung stellen? In Rotterdam können die größten Schiffe der Welt problemlos direkt vom Meer in den Hafen einlaufen. Die Ladung wird auf Binnenschiffen, Zügen und LkW weitertransportiert. Seine zentrale Bedeutung macht ihn zu einem Hafen, der immer wieder an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Ständig wird er erweitert. Der Ausbau erfolgt durch künstlich aufgeschütteten Boden, und so wächst der Rotterdamer Hafen ins Meer hinaus. Die Ingenieure müssen die Bauarbeiten in das komplizierte Logistiksystem des täglichen Betriebs integrieren, denn das Löschen und Beladen der Containerfrachter erfolgt rund um die Uhr. Die Dokumentation zeigt Menschen, die unauffällig im Hintergrund arbeiten, ohne deren verantwortungsvolles Tun ein Riese wie der Rotterdamer Hafen nicht reibungslos funktionieren kann. Der Kapitän eines modernen Hafen-Transfer-Bootes besucht täglich den Rotterdamer Giganten. Auf seiner Route begegnet er der Welt der riesigen Containerterminals, der Welt der Schmuggler und Zollfahnder und der Gefahrenwelt der Sicherheitsingenieure. Vor allem aber trifft er immer wieder auf Bauarbeiten: Neue Terminals entstehen und riesige Containerkräne müssen hierfür von einem Transportschiff an Land gehievt werden. Eine Reise durch den Hafen Rotterdam führt unweigerlich auch zur Geschichte der Stadt Rotterdam. Zu sehen gibt es unter anderem eines der außergewöhnlichsten Sturmfluttore der Welt, die Maeslant-Barriere, und Facetten eines Hafens, die auf den ersten Blick kaum jemand vermutet.

    Film von Klaus Kafitz (ZDF, 2007)

    21.45 Uhr "Made in Germany - Der Weltmarkt"

    Die Globalisierung hat viele Gesichter und viele Orte. Die Themenwoche "Standort D" hat zwei eher unbekannte "Firmengesichter" der Globalisierung vorgestellt. In der letzten Folge geht es um die Orte. Die "Hidden Champions" agieren meist aus der deutschen Provinz in alle Welt. Der Film begleitet die Unternehmen an einen wichtigen Produktions- und Handelsstandort in einem wachsenden Markt - nach Brasilien. Er macht Globalisierung vor Ort anschaulich, zeigt die zweite Bühne des "Standorts D". Am Beispiel Sao Paulos wird gezeigt, wie deutsche Unternehmen alljährlich in die Verteidigung ihres Titels "Exportweltmeister und Weltmarktführer" gehen.

    Film von Martin Priess und Alexander Poel (PHOENIX, 2009)

    22.15 Uhr UNTER DEN LINDEN SPEZIAL "Made in Germany - Der Weltmarkt" Michael Hirz diskutiert mit Prof. Hans Georg Näder  (Geschäftsführer und Inhaber Otto Bock Holding) und Heiner Geißler (Bundesminister a.D., CDU)

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