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Bütikofer verteidigt Doppelspitze
"Özdemir und Roth können gut miteinander"

Bonn (ots) - Der scheidende Bundesvorsitzende der Bündnis-Grünen, Reinhard Bütikofer, hat sich in einem PHOENIX-Interview am Rande der Bundesdelegiertenkonferenz in Erfurt über die Doppelspitze seiner Partei geäußert. Auf die Frage, wie zeitgemäß die Doppelspitze noch sei, sagte er: "Ich glaube, dass sich da manche in der Diskussion etwas vormachen, wenn sie sagen, die Doppelspitze ist nur ein Problem. Natürlich ist das ein Problem, wenn man sich zu zweit abstimmen muss, das kostet eine extra Anstrengung. Auf der anderen Seite sehe ich darin auch eine Chance - und habe es auch praktisch so erlebt." Dadurch, dass man sich bestimmte Themen aufteilen könne, könne man auch in dem jeweiligen Gebiet profilierter und mit mehr Durchschlagskraft argumentieren, so Bütikofer. "Und dadurch dass man nicht alleine alle Kräfte in der Partei zusammenführen muss, sondern mit jemandem an einem Strang ziehen kann, ist auch die Aufgabe ein bisschen leichter zu stemmen." Letztlich, so der scheidende Vorsitzende, "gibt es keine einzige Partei, in der ein einziger Mensch, der sich Vorsitzender nennt, alles reißt." Auf die Frage, wie sein designierter Nachfolger Cem Özdemir mit der anderen Vorsitzenden Claudia Roth harmonieren werde, sagte Bütikofer: "Ich glaube, die können gut miteinander. Das merkt man, wenn man sie zusammen erlebt, dass da ein guter Draht besteht." Mit Blick auf die bevorstehende Wahl Özdemirs sagte er, wichtig sei, dass "wir jetzt auch da ein jüngeres Gesicht brauchen". Er selbst gehe "diesmal nicht mit einem weinenden und einem lachenden Auge, sondern mit zwei lachenden Augen." Pressekontakt: PHOENIX PHOENIX-Kommunikation Ingo Firley Telefon: 0228 / 9584 195 Fax: 0228 / 9584 198 Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell

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