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Wirtschaftsexperte: Volkswirtschaftliche Effekte durch Olympia wissenschaftlich nicht messbar

Bonn (ots) - Bonn / Hamburg, 11. August 2008 - Im PHOENIX-Interview bezeichnete der Wirtschaftsexperte Arne Feddersen (Uni Hamburg) die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der rund 40 Milliarden US-Dollar, die China für die Ausrichtung der Olympischen investiert hat, als "relativ gering." "Wir haben das Problem, dass sehr viel Geld aus China kommt. Und das Geld, dass in China verwendet wird, um die Spiele aufzubauen, hat keinerlei wirtschaftliche Effekte", erklärte der Wirtschaftswissenschaftler. Die zwei bis drei Milliarden Dollar, die durch direkte Einnahmen aus den Spielen, durch IOC-Mittel und durch internationale Marketingmaßnahmen zustande kämen, beliefen sich auf "etwa 0,1 Prozent" des gesamten Bruttoinlandsproduktes Chinas und seien daher wissenschaftlich "nicht messbar", so Feddersen weiter. Olympia könne allenfalls als "Katalysator oder Beschleuniger" für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gelten. Es sei schwierig, "diese Effekte direkt den Olympischen Spielen zuzusortieren." Direkte Gewinner des sportlichen Großereignisses seien "die kleineren Unternehmen: Hotels und Gastronomiebetriebe", die von der hohen Nachfrage der Touristen profitierten. Pressekontakt: PHOENIX PHOENIX-Kommunikation Telefon: 0228 / 9584 193 Fax: 0228 / 9584 198 pressestelle@phoenix.de Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell

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