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Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA

Kein Zurück in die Steinzeit
Zum aktuellen Stand von Forschung und Lehre im Krankenhaus-Management

Kein Zurück in die Steinzeit / Zum aktuellen Stand von Forschung und Lehre im Krankenhaus-Management
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Hamburg (ots)

Asklepios nimmt zum kma-Bericht "Zurück ins Mittelalter" Stellung:
Der LBK Hamburg hatte viele gute Ideen, die auch von Asklepios 
fortgeführt werden. In zwei grundlegenden Bereichen allerdings war 
eine Kurskorrektur unausweichlich: bei den Personalkosten und bei der
strategischen Leistungsplanung.
Zu hohe Personalkosten
Zur Vorgeschichte: Der LBK Hamburg hatte ausweislich einer 
McKinsey Studie vor Übernahme durch Asklepios Personalkosten von EUR 
3.435,- pro Fall. Nach Einführung der neuen gesetzlichen 
vorgeschriebenen Fallpauschalen (DRG) werden von den Kassen in 
Hamburg aber nur rund 2.400 EUR erstattet, also über 1000 Euro pro 
Fall weniger. Bei 168.000 stationären Fällen bedeutete das für die 
Freie und Hansestadt Hamburg ein Risiko von etwa 170 Millionen Euro 
Mehrkosten pro Jahr. Der Kern dieser erdrückenden Summe lag in den im
Branchenvergleich deutlich überteuerten zentralen 
Verwaltungsstrukturen.
Asklepios hatte die Wahl, entweder in der aufwendigen Verwaltung 
oder in den patientennahen Bereichen abzubauen. Asklepios hat sich 
dafür entschieden, in den patientennahen Bereichen Personal 
aufzustocken und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Das war nur 
möglich durch eine teilweise Dezentralisierung und zugleich eine 
Aufrechterhaltung der vom alten LBK Hamburg eingeführten 
Zentralisierung, wo diese die bessere Lösung ist. Das Prinzip: 
dezentralen Strukturen bei sinnvoller und kompetenter Unterstützung 
durch zentrale Dienste.
Zentralisierung war das Management-Modell der 80er Jahre.
In der Diskussion über die Veränderungen des Managementwissens 
finden einige prinzipiellen Zu-sammenhänge nicht die angemessene 
Beachtung: Die hierzulande bisweilen als Innovation diskutierten 
Zentral-Modelle für das Management von Krankenhaus-Konglomeraten 
wurden bereits in den 1980er Jahren in den USA einem ausgiebigen 
Praxistest unterzogen. Dort endete die Zentralisie-rung fast 
ausnahmslos im Desaster.
Dezentralisierung pauschal mit mittelalterlichen Methoden 
gleichzusetzen und Zentralisierung mit dem Etikett Innovation zu 
versehen, bedeutet, den international anerkannten Stand in 
Wissenschaft und Lehre des Krankenhausmanagements auszublenden: Vor 
etwa 15 Jahren haben zahlreiche Klinikketten in den USA schlechte 
Erfahrungen mit zentralen Strukturen verschiedener Spielarten 
ge-macht. Heute sind diese zu einem erheblichen Teil wieder 
zurückgeführt. Anders, als erhofft, waren die Zentralstrukturen 
ineffizient.
Asklepios selbst war damals mit seiner us-amerikanischen 
Schwestergesellschaft Pacific Health Group dem Branchentrend zur 
Zentralisierung gefolgt. Die im Grundsatz dem LBK nicht unähnli-chen 
Strukturen der Zentrale des Krankenhaus-Konglomerats in Longbeach 
(Kalifornien) konnten aber, wie auch bei den anderen Klinikketten, 
die Erwartungen bei weitem nicht erfüllen.
Heutzutage verfolgen die wichtigsten privaten Klinikketten 
Deutschlands eine dezentrale Strategie, mit Unterstützung durch 
zentrale Elemente. Kaum vorstellbar, dass alle in Deutschland 
erfolgrei-chen Krankenhausketten eine "mittelalterliche Strategie" 
haben. Auf internationaler Ebene gibt es angesichts der umfangreich 
vorliegenden praktischen Erfahrung und der entsprechenden 
analytischen Aufbereitung keine ernsthafte Diskussion, die für das 
Krankenhaus-Management eine Ab-kehr von dezentralen Modellen und die 
Einführung zentraler Strukturen fordert. Das käme nach Ansicht vieler
einer Rückkehr in die Steinzeit des Krankenhausmanagements gleich.
Selbst in einer Großstadtregion wie Hamburg führt eine 
Zentralisierung der medizinischen Leis-tungsstrukturen zum Verlust 
von Marktanteilen, da die Patienten dieser Strategie nicht folgen - 
nachzuvollziehen am Rückgang der Patientenzahlen im LBK vor der 
Privatisierung.
Steigende Fallzahlen statt Rationierung der Medizin
Asklepios setzt auf Qualität in der Medizin und vor allem: auf 
steigende Fallzahlen durch die Verbesserung des Leistungsangebots. 
Dies ist die zweite grundlegende Korrektur, die in Hamburg vollzogen 
wurde. Dieses Vorgehen ist Teil der seit über 20 Jahren erfolgreichen
Firmenphilosophie. Während der LBK vor der Privatisierung durch 
abnehmende Fallzahlen gekennzeichnet war (siehe Graphik), kann 
Asklepios im Vergleich zu anderen Hamburger Häusern überproportional 
steigende Fallzahlen vorweisen. Die über zwei Dutzend neuen 
Chefärzte, allesamt hervorragende und überregional anerkannte 
Spezialisten, die seit der Privatisierung nach Hamburg gekommen sind,
nutzen Mitarbeitern, Bürgern und Patienten.
Asklepios:
Asklepios ist eine der führenden internationalen Klinikketten. Die
Gruppe trägt Verantwortung für rund 100 Einrichtungen, über 30 
Tageskliniken, 21.000 Betten und 35.000 Mitarbeiter in Deutschland, 
Europa und den USA. Jährlich vertrauen rund eine Million Patienten 
ihre Gesundheit Asklepios an. Mit diesen Kennzahlen und einer 
Umsatzverantwortung von rund 2,3 Milliarden Euro in der Gesamtgruppe 
ist Asklepios die größte private Klinikkette in der Bundesrepublik 
und in Europa. Die Hamburger Asklepios Kliniken sind mit rund 11.000 
Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber in der Hansestadt, dem 
bedeutendsten Klinikmarkt Deutschlands. Asklepios Kliniken in und um 
Hamburg: Altona, Barmbek, Harburg, Klinikum Nord (Ochsenzoll / 
Heidberg), St. Georg, Wandsbek, Westklinikum Rissen, Bad Oldesloe, 
Bad Schwartau.

Pressekontakt:

Asklepios Kliniken
Zentrale Dienste Unternehmenskommunikation & Marketing
Rudi Schmidt
Tel. (040) 18 18-84 20 08
Fax (040)18 18-84 20 46
rudi.schmidt@asklepios.com
Friedrichsberger Str. 56
22081 Hamburg
www.asklepios.com

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