Verband d. Int. Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK)

Leichte Erholung des Automobilmarktes im 1. Quartal
Die AUTO MOBIL INTERNATIONAL in Leipzig setzt Impulse

Leipzig (ots) - Das 1. Quartal des Jahres 2008 schließt mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent auf 735.914 Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum (717.536) ab. Vergleicht man jedoch mit dem 1. Quartal 2006, so fehlen dem Markt noch gut 60.000 Einheiten, um auf das Niveau von 2006 zu kommen. Die Internationalen Kraftfahrzeughersteller steigern ihren Marktanteil auf 37,7 Prozent (1. Quartal 2007: 37,4 Prozent). In den neuen Bundesländern behaupten sich die internationalen Hersteller mit einem Marktanteil von rund 54 Prozent besonders gut. Mit Marktanteilen im Januar und Februar von 54,0 Prozent in Brandenburg, 51,6 Prozent in Sachsen, 56,7 Prozent in Sachsen-Anhalt sowie 55,0 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern sind sie hier nach wie vor überdurchschnittlich repräsentiert.

VDIK-Präsident Volker Lange: "Die Gründe für das schlechteste Ergebnis seit der Wiedervereinigung sind bekannt. Im ersten Quartal 2008 haben sich die Zulassungszahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum erwartungsgemäß deutlich verbessert. Der Anteil der Privatkunden ist in den ersten Monaten von 35,1 Prozent in 2007 jetzt wieder auf rund 39 Prozent gestiegen. Die AUTO MOBIL INTERNATIONAL kann die private Nachfrage weiter in Schwung bringen."

Als Automobilsalon mit mitteleuropäischer Bedeutung begrüßt die AUTO MOBIL INTERNATIONAL jedes Jahr auch eine stetig zunehmende Zahl von Besuchern aus Polen und Tschechien. Auch in diesen starken Wachstumsmärkten setzt Leipzig zusätzliche Impulse. In den Vergleichszeiträumen Januar und Februar 2007 zu 2008 ist in Polen ein Zuwachs von 26,3 Prozent auf 56.567 Neuzulassungen und in Tschechien von 13 Prozent auf 20.728 Neuzulassungen zu verzeichnen.

Den Messebesuchern wird von der Automobilindustrie auf ihrer jährlichen Leistungsschau ein breites Spektrum an verbrauchsoptimierten Fahrzeugen mit Benzin- und Dieselmotor sowie alternativen Technologien (Hybrid-, Erdgas-, Flüssiggas- und Ethanol-Antrieb) präsentiert, die Wege in eine mobile und umweltfreundlichere Zukunft aufzeigen. In Deutschland werden nach dem aktuellen DAT-Leitfaden zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen 65,1 Prozent aller Pkw-Modelle mit bis zu 130 g CO2/km von den Marken der VDIK-Mitgliedsunternehmen angeboten.

Der Verbraucher hat mittlerweile die Auswahl unter 242 Modellen der internationalen Hersteller bis zu 140 g CO2/km. Auswertungen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) für das Jahr 2007 dokumentieren, dass im vergangenen Jahr 324.836 Fahrzeuge der VDIK-Mitglieder mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 140 g CO2/km neu zugelassen worden sind.

Im deutschen Markt unterstützen der VDIK und seine Mitgliedsunternehmen die Klimaschutzziele unmittelbar und aktiv seit 01. April 2006 mit der VDIK-Initiative 'Pro saubere Luft'. Durch Anreize zum Austausch alter gegen neue Fahrzeuge wurde erreicht, dass mittlerweile jedes zweite neu zugelassene Fahrzeug in Deutschland mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 140 g/km von einem VDIK-Mitglied stammt. In diesem Bereich waren unsere Mitgliedsunternehmen auch in 2007 überproportional vertreten.

Im Rahmen der VDIK-Initiative 'Pro saubere Luft' findet zum sechsten Mal in Leipzig die AMI-Spritsparstunde statt, die in diesem Jahr von den Unternehmen DAT und TOTAL unterstützt wird. Mit 23 teilnehmenden Ausstellern leistet die AUTO MOBIL INTERNATIONAL 2008 erneut ihren aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Intelligentes, kraftstoffsparendes Fahren auf allen Straßen entlastet die Umwelt.

VDIK-Präsident Volker Lange ergänzt: "Diese clevere Form des Autofahrens bietet die Möglichkeit, bis zu 25 Prozent Kraftstoff einzusparen und somit in einem hohen Maß zur Minderung der CO2-Emissionen beizutragen und den eigenen Geldbeutel zu schonen. Viele Händlerbetriebe bieten inzwischen vermehrt Spritsparstunden für Neuwagenkäufer an. Ich begrüße ganz besonders, dass Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auch im Jahr 2008 die Schirmherrschaft über die AMI-Spritsparstunde übernommen hat."

Solche Maßnahmen dienen aus Sicht des VDIK dem Klimaschutz mehr als hysterische Debatten. Die Autofahrer sind durch die hohen Kraftfahrkosten weiterhin stark belastet. Die Verbraucher sollten über gezielte Anreize sowie finanzielle Fördermaßnahmen des Staates und nicht über die Androhung von Sanktionen dazu ermuntert werden, mehr umweltfreundliche Fahrzeuge zu kaufen. Das Gesetzgebungsverfahren zur Umstellung auf eine CO2-bezogene Kfz-Steuer muss nun aber endlich auf den Weg gebracht und die Inhalte der Reform müssen so deutlich an die Verbraucher kommuniziert werden, dass eine weitere Verunsicherung der Autofahrer unterbleibt.

Lange weiter: "Die Regierung muss zügig handeln, der Bürger will schnellstmöglich verbindliche Informationen über spürbare Steuerersparnisse beim Tausch seines alten Pkw gegen einen abgasärmeren. Nur so entsteht ein Anreiz zur Anschaffung von klima- und umweltschonenden Fahrzeugen und nur der Privatmarkt wird der Automobilkonjunktur Zuwachs und Stabilität bringen."

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Thomas Böhm
Referent Presse/PR/Messen
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