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Aktion vor Klimakonferenz in Berlin: Vermeidung vor Anpassung

Berlin (ots) -

Presseinformation zur Aktion bei Berliner Klimakonferenz 
"Vermeidung vor Anpassung: Klima-Killer Kohlekraftwerke stoppen" 
Protest gegen neue Kohlekraftwerke vor Berliner Klimakonferenz - 
Aufstieg von 2.000 schwarzen "CO2-Ballons" aus 
Dinosaurier-Kohlekraftwerk 

Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk protestierte heute das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle" vor der Berliner Klimakonferenz "Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel".

"Mit der Diskussion über die Anpassung an den Klimawandel lenkt Gabriel vom eigentlichen Thema und seinem klimapolitischen Versagen ab", kritisierte Ferdinand Dürr vom Online-Netzwerk Campact. "Zwar ist der Klimawandel Realität, doch bevor der Minister über Anpassung nachdenkt, muss er sich konsequent für dessen Verhinderung einsetzen. Allein in Gabriels Amtszeit wurde in der Bundesrepublik mit dem Bau von neun neuen Kohlekraftwerken begonnen. Für den Klimaschaden durch diese Kraftwerke trägt Gabriel die Verantwortung: Mehrfach machte sich Gabriel für den Neubau von Kohlekraftwerken stark und brachte Kohlekraft-Kritiker in seiner Partei "auf Linie", so etwa am Standort Krefeld. Dabei ist Kohlekraft die klimaschädlichste Form der Stromerzeugung, denn mehr als die Hälfte der Energie aus der Kohle geht als Abwärme verloren."

Anders als der Minister selbst, stellt sein Ministerium den eklatanten Widerspruch zwischen dem Neubau von Kohlekraftwerken und effektivem Klimaschutz fest: Die "Leitstudie 2008" zeigt, dass höchstens 9 Gigawatt zusätzlicher Kraftwerksleistung aus Kohlekraft ans Netz gehen dürfen, wenn die Ziele der Bundesregierung beim Ausbau von Erneuerbaren Energien und beim Klimaschutz erreichbar bleiben sollen. Derzeit planen bzw. bauen Energiekonzerne in der Bundesrepublik 30 neue Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 30 Gigawatt.

Pressemitteilung als pdf: http://www.campact.de/img/presse/pm090518.pdf

Ihr Ansprechpartner:


Ferdinand Dürr, Campact e.V.:
fduerr@campact.de
t 0 42 31 . 957 442, m 0176 . 21 71 93 35

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