HPD - Humanistischer Pressedienst

"Weltanschauliche Schieflage in Politik und Medien"
Verlag und Autoren des Kinder- und Erwachsenenbuchs "Wo bitte geht's zu Gott?" veröffentlichen Verteidigungsschrift im Internet

Hamburg (ots) - Eine Woche vor der mündlichen Verhandlung über den Indizierungsantrag des Bundesfamilienministeriums vor der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien haben der Verlag und die Autoren des religionskritischen Kinder- und Erwachsenenbuchs "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" eine umfangreiche Verteidigungsschrift zur "Rettung des kleinen Ferkels" veröffentlicht. Das 68-seitige Dokument, das der Bundesprüfstelle bereits zugegangen ist, belegt "mit wissenschaftlicher Gründlichkeit", so der Autor Michael Schmidt-Salomon, "dass sämtliche gegen uns erhobenen Vorwürfe haltlos sind". Zudem bringe es eine "bedenkliche weltanschauliche Schieflage in Politik und Medien" zum Vorschein.

Der Indizierungsantrag habe gezeigt, dass das Bundesfamilienministerium noch weit davon entfernt sei, dem "Verfassungsgebot der weltanschaulichen Neutralität des Staates" nachzukommen. Auch die Rolle der Medien sieht der Autor kritisch: Gerade einige der sog. "meinungsbildenden Blätter" hätten im Fall des kleinen Ferkels eine "recht peinliche Figur abgegeben", so Schmidt-Salomon: "Statt kritischer Reflexionen gab es reflexartige Verrisse. Auf die tiefere Verständnisebene dieser kleinen Fabel ist erstaunlicherweise kaum ein Kommentator vorgestoßen - eine fast vollständige Bankrotterklärung des deutschen Feuilletons!" Die von Schmidt-Salomon, Illustrator Helge Nyncke und Verlagsleiter Gunnar Schedel vorgelegte Verteidigungsschrift, die u.a. auf Stellungnahmen bekannter Publizisten, Religionswissenschaftler und Psychologen zurückgreift, kann von der Website "Rettet das kleine Ferkel!" heruntergeladen werden.

Mittlerweile wird die Kampagne von über 5000 Einzelpersonen sowie 22 säkularen Verbänden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützt. Die mündliche Verhandlung über den Indizierungsantrag des Bundesfamilienministeriums findet am 6. März in Bonn statt.

Weitere Informationen zum Fall auf dem Portal des Humanistischen Pressedienstes (hpd): http://hpd-online.de/node/3961

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