Woche des Sehens

Augenärzte entdecken nicht nur Augenkrankheiten
8. bis 15. Oktober bundesweite Informationskampagne "Woche des Sehens"

Berlin (ots) - Diabetes, Bluthochdruck oder Rheuma: Beim kundigen Blick ins Auge fallen dem Facharzt nicht nur Augenkrankheiten auf. Auch zahlreiche Allgemeinerkrankungen lassen sich durch eine Untersuchung beim Augenarzt feststellen. Denn die Augen sind das diagnostische Fenster zur Gesundheit. Mit seinem Spezialmikroskop kann der Augenarzt die verschiedenen Strukturen des Auges bis hin zu der Netzhaut am Augenhintergrund und den sie versorgenden Blutgefäßen genau betrachten. Dabei bemerkt er oft als Erster Veränderungen, die beispielsweise auf einen Diabetes hinweisen.

Mit modernen Untersuchungsmethoden lassen sich Augenkrankheiten, die unbehandelt zur Erblindung führen, schon in ihren Anfängen entdecken. Augenärzte haben mit dieser Früherkennung die Möglichkeit, krankhafte Prozesse zu stoppen, bevor das Sehvermögen der Patienten gravierend beeinträchtigt wird.

Vor allem im höheren Alter steigt das Risiko für Krankheiten wie den Grauen Star (Katarakt), den Grünen Star (Glaukom) und die Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD). Der Graue Star ist durch eine Operation - die Implantation einer Kunstlinse anstatt der trübe gewordenen körpereigenen Linse - heilbar. Beim Glaukom und bei der aggressiven feuchten Form der AMD stehen ebenfalls wirksame Behandlungen zur Verfügung. Während bei der feuchten AMD nach der Gabe von Medikamenten ins Augeninnere die Sehkraft bei einigen Patienten wieder etwas zunimmt, kann man beim Glaukom den Krankheitsprozess mit Medikamenten oder Operationen nur stoppen. Die Fasern des Sehnervs, die beim Glaukom allmählich zugrunde gehen, lassen sich durch keine Therapie wiederherstellen. Umso wichtiger ist es, dass die Patienten die Möglichkeiten der Früherkennung nutzen. Beim Glaukom kommt hinzu, dass es lange ohne Symptome verläuft - wenn dem Patienten Seheinschränkungen auffallen, ist die Krankheit schon weit fortgeschritten.

Gleiches gilt für Diabetiker: Eine häufige Folgekrankheit der Zuckerkrankheit ist die Diabetische Retinopathie, bei der die Netzhaut im Auge geschädigt wird. Diese Schäden fallen dem Augenarzt schon auf, bevor der Patient selbst Symptome wahrnimmt. So kann die Behandlung früh einsetzen und Sehvermögen erhalten.

Früherkennung spielt aber auch schon in der Kindheit eine wichtige Rolle: Der Berufsverband der Augenärzte empfiehlt, dass alle Kinder noch vor ihrem dritten Geburtstag augenärztlich untersucht werden, um sicherzustellen, dass sich das Sehvermögen gut entwickelt. Denn unentdeckte Sehfehler können zu einer Sehschwäche führen. Sie lässt sich in den ersten Lebensjahren mit gutem Erfolg behandeln, ab dem Schulalter schwinden die Erfolgsaussichten jedoch.

Woche des Sehens

Die Woche des Sehens ( www.woche-des-sehens.de ) macht seit dem Jahr 2002 mit vielfältigen Aktionen bundesweit auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam. Schirmherrin der Initiative ist die Fernsehjournalistin Gundula Gause.

Die Partner

Getragen wird die Aufklärungskampagne von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf, dem Hilfswerk der Deutschen Lions sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird die Woche des Sehens von der Aktion Mensch und der Carl Zeiss Meditec AG.

Zahlreiche Pressetexte und Pressebilder sowie Audiomaterial zur honorarfreien Verwendung zu den Themenbereichen Augengesundheit, Vorbeugung, Therapien, Hilfsmittel, Sehbehinderung und Blindheit finden Sie unter:

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Pressekontakt:

Volker Lenk
c/o Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband
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