Woche des Sehens

8. Oktober Welttag des Sehens: Blindheit in Afrika bedeutet Armut

Berlin (ots) -

Hilfswerke weisen zum Auftakt der Woche des Sehens auf Situation 
blinder Menschen hin 

Weltweit besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Behinderung, Armut und sozialer Ausgrenzung. Besonders stark wirkt sich das in Entwicklungsländern aus. Darauf weisen die CBM (Christoffel-Blindenmission), das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit und das Hilfswerk der Deutschen Lions aus Anlass des Internationalen Welttags des Sehens am Donnerstag (8. Oktober) hin.

In Entwicklungsländern gelten 80 Prozent der Menschen mit Behinderungen als absolut arm, das heißt, sie haben weniger als einen US-Dollar am Tag zum Leben. Neun von zehn blinden Menschen leben in Entwicklungsländern. Der Hauptgrund für Blindheit in Entwicklungsländern ist der Graue Star, eine zunehmende Trübung der Linse. 17 Millionen Menschen sind daran erblindet, das ist rund die Hälfte aller blinden Menschen weltweit. Damit ist der Graue Star die häufigste Blindheitsursache überhaupt.

In Ländern wie Deutschland wird den Betroffenen in der Regel frühzeitig mit einer Routine-Operation geholfen, die 15 Minuten dauert. Anders sieht das in Afrika aus: Wer hier am Grauen Star erkrankt, verliert meist zuerst seine Arbeit und dann die Wertschätzung der Mitmenschen. Der soziale Abstieg ist somit vorprogrammiert. Eine Operation am Grauen Star kostet durchschnittlich 30 Euro und kann Leben verändern.

"Wenn die Augen schwächer werden, folgt in Afrika oft der soziale Absturz" lautet daher das Thema der Hilfswerke in der diesjährigen Woche des Sehens, deren Auftakt der Welttag des Sehens am Donnerstag (8. Oktober) ist und die mit dem Tag des weißen Stocks endet.

Die Woche des Sehens macht seit dem Jahr 2002 mit vielfältigen Aktionen bundesweit auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den so genannten Entwicklungsländern aufmerksam. Schirmherrin der Woche des Sehens ist Gundula Gause. Für die Nachrichtenfrau spielen Bilder Tag für Tag eine große Rolle. "Als Fernsehjournalistin weiß ich, wie wichtig gesunde Augen und gutes Sehen sind", sagt die 44-Jährige.

Getragen wird die Aktionswoche von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf, dem Hilfswerk der Deutschen Lions sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird die Woche des Sehens von der Aktion Mensch und der Carl Zeiss Meditec AG.

Nähere Informationen unter www.woche-des-sehens.de

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Volker Lenk, Pressesprecher der Woche des Sehens
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