BLB Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Bauarbeiten für den Neubau "Technologiezentrum Detektorphysik - Forschungsbau (TZD)" für die Universität Bonn starten jetzt

Bonn (ots) - Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) Niederlassung Köln beginnt im Oktober 2015 mit den Arbeiten auf dem Baufeld des ehemaligen Pharmazeutischen Instituts Kreuzbergweg 26/Ecke Wegelerstraße in Bonn. Auf dem Gelände entsteht ein neuer Forschungsbau für die Universität Bonn.

Der BLB NRW Niederlassung Köln - Bauherr und Grundstückseigentümer - errichtet den Forschungsbau TZD für die Universität Bonn in unmittelbarer Nähe der bereits vorhandenen Labore und des Bonner ELSA-Beschleunigers.

Die Kubatur des Neubaus wird insgesamt durch vier oberirdische Geschosse und zwei Untergeschosse geprägt. Insgesamt wird damit eine Nutzfläche von rund 2000 Quadratmetern Laborfläche und ca. 900 Quadratmetern Auswertungs-, Büroflächen und Neben- und Technikflächen realisiert. Abgerundet wird der Neubau durch eine abgestimmte Anzahl an Stellplätzen und eine eigens eingerichtete Fahrradabstellzone auf dem Grundstück. Das Gebäude wird mit einer Mietfläche von gut 5400 Quadratmetern für rund 38 Mio. Euro errichtet und bis Ende 2017 fertiggestellt.

In der Detektorphysik ist Bonn eine der ersten Adressen in Deutschland. Im Jahr 1989 wurde der Bonner Wissenschaftler Wolfgang Paul für die Entwicklung der nach ihm benannten "Ionenfalle" mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Heute sind Bonner Physiker an verschiedenen koordinierten Forschungsprogrammen beteiligt, darunter transregionale Sonderforschungsbereiche und ein Forschungsschwerpunkt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder unterhält die Universität Bonn gemeinsam mit der Uni Köln eine Graduiertenschule, die Bonn-Cologne Graduate School of Physics and Astronomy. Bonner Forscher sind an internationalen Großexperimenten wie dem ATLAS-Experiment am Teilchenbeschleuniger LHC in Genf beteiligt, mit dem 2012 das lange gesuchte "Higgs-Boson" ("Gottesteilchen") entdeckt wurde.

Das neue Forschungs- und Technologiezentrum Detektorphysik soll ein Kondensationspunkt für die in diesem Bereich experimentell arbeitenden Arbeitsgruppen an der Universität Bonn werden, die verschiedene Phänomene auf unterschiedlichen Skalen untersuchen. Die gemeinsame Labor-Infrastruktur schafft dafür optimale Arbeitsbedingungen.

Gefördert wird die Maßnahme durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Pressekontakt:

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