Leipziger Volkszeitung

LVZ: CSU warnt vor überspitzter und übertriebener Auseinandersetzung mit der AfD
Union müsse ihren bisherigen Kurs der Mitte beibehalten

Leipzig (ots) - Die CSU warnt vor einer überspitzten Auseinandersetzung mit der AfD. Die CSU-Landesgruppenvorsitzende im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, sagte der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe): "Ich warne davor, das zu überspitzen und zu übertreiben. Damit würde nur die Bedeutung der AfD überhöht. Es handelt sich um eine Partei, mit deren Vorstellungen wir uns auseinanderzusetzen haben. Aber sie steht beileibe nicht im Zentrum unserer politischen Arbeit." Damit distanzierte sich die CSU-Politikerin in erster Linie von den Aufrufen zu einem politischen Abwehr-Bündnis der anderen demokratischen Parteien, aber auch von Beurteilungen aus den eigenen Reihen, die teilweise die AfD als "Schande für Deutschland" qualifiziert haben. Die AfD sei auf jeden Fall ernst zu nehmen. Man müsse sie "mit Argumenten bekämpfen und AfD-Parlamentarier kritisch im Auge behalten". Da sich die AfD aus allen politischen Lagern speise, dürfe man sie auch nicht einfach als rechts oder als undemokratisch hinstellen, beispielsweise in Abgrenzung der Linkspartei, meinte die CSU-Politikerin. Die Union rief Frau Hasselfeldt auf, ihren Kurs der politischen Mitte beizubehalten, wie ihn Angela Merkel vorgebe. Auf dieser Grundlage sei auch die Erringung der absoluten Parlamentsmehrheit bei der nächsten Bundestagswahl möglich, trotz durch die AfD gewachsener Konkurrenz. "Die hervorragenden Umfragewerte für die Union und für Angela Merkel zeigen: Wir brauchen uns mit unserem jetzigen Kurs wirklich nicht zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Die Union ist auf dem richtigen Weg. Der muss fortgesetzt werden", sagte die CSU-Politikerin.

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