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LVZ: Linken-Fraktionsvize Bartsch: Jetzt auf Bundesebene nicht "über Rot-Rot-Grün-Gespinste reden"

Leipzig (ots) - Der stellvertretende Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat seine Partei auf Bundesebene aufgerufen, nun, basierend auf der sehr guten Arbeit des Oppositionsführers Gregor Gysi im Bundestag, ihre Arbeit in großer Nüchternheit fortsetzen. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe) meinte Bartsch: "Wir sind auf der Reise zur Wahl 2017." Dabei komme es auf Solidität an. Es müsse ein klares linkes Profil erkennbar sein, "ein Rundumangebot" sei dagegen kein Markenzeichen. Unter Verweis auf die laufende rot-rot-grüne Koalitionsdebatte stellte Bartsch heraus, dass sich nach der vorherigen Bundestagswahl die SPD für eine Regierung an der Seite der Union entschieden habe. Für die Linkspartei heiße das ganz klar, dass es "uns um die Profilierung und um die Stärke des eigenen linken Profils gehen" müsse. Bis zur Bundestagswahl werde es deshalb "keinen Themenabgleich" für ein mögliches rot-rot-grünes Bündnis im Voraus geben. "Wir werden jetzt nicht über Rot-Rot-Grün-Gespinste reden", stellte Bartsch klar. Es gehe darum, links pur zu verdeutlichen. Die SPD müsste aber darüber nachdenken, was mit ihr passiere, wenn sie sich darauf einlasse, an der Seite der Union als Juniorpartner regieren zu wollen: "Dann verlieren sie." In Thüringen sei die SPD mit ihrer Anbindung an die Union "so dramatisch eingebrochen, dass man zu Recht von einem desaströsen Ergebnis sprechen kann", sagte Bartsch.

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