Leipziger Volkszeitung

LVZ: CSU-Generalsekretär: CSU wird in der Großen Koalition stärker und kraftvoller auftreten
CSU will ihr "Ja" und das "Aber" besser austarieren
Achtung: Vornamens-Korrektur Scheuer

Leipzig (ots) - Die CSU hat sich vorgenommen, nach ihrem historisch schlechten Abschneiden bei der jüngsten Europawahl, inhaltlich mit ihren Schwerpunktthemen der wirtschaftlichen Prosperität und der sozialen Gerechtigkeit "stärker wahrnehmbar" in der Großen Koalition aufzutreten. Zugleich wolle man die Balance zwischen dem "Ja" und dem "Aber" besser austarieren. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte in einem Interview der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe): "Die CSU wird ihre Themen in der Großen Koalition in nächster Zeit stärker spielen und kraftvoll vertreten." Schließlich habe die CSU schon viel erreicht. "Mit dem Betreuungsgeld und der Mütterrente haben wir Volltreffer gelandet", sagte Scheuer. "Aber die entscheidende Frage ist: Wie können wir das noch besser verkaufen, so dass es für die Bürger stärker sichtbar wird." Als Gründe für das schlechte Abschneiden der CSU bei der Europawahl verwies Scheuer nach der zehnstündigen Klausurberatung des CSU-Vorstandes vom Sonnabend auf den langen Wahlmarathon in Bayern. Da gebe es irgendwann Mobilisierungsprobleme. Außerdem sei die Europawahl traditionell eine Denkzettelwahl. "Wir selbst wollen unser bisheriges Kursbuch beibehalten. Aber wir haben verabredet, dass unsere Balance zwischen dem 'Ja' und dem 'Aber' besser austariert sein soll." Am inhaltlichen Kurs werde sich nichts ändern, "aber wir müssen das, was wir wollen, noch besser verkaufen", meinte Scheuer. Kritik am CSU-Vorsitzenden wies Scheuer nachdrücklich zurück. "Horst Seehofer ist ein Parteivorsitzender der fordert, aber auch fördert." An der Spitze stehe ein Team, das viel miteinander diskutiere. "Aber irgendwann muss auch entschieden werden. Das macht Horst Seehofer: Sauber alles abwägen, aber dann auch die Entscheidung vertreten." Skeptisch äußerte sich Scheuer zu Überlegungen, mit einer Urwahl von Kandidaten in der Union werde alles besser. "Ich möchte nicht, dass die notwendige Parteireform auf das eine Thema Urwahl reduziert wird." Aber eines sei richtig: "Wir brauchen schnellere und transparentere Beteiligungsformen der Mitglieder."

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