Leipziger Volkszeitung

LVZ: Altmaier stellt beschwingte Parallelen zwischen Fußball und Großer Koalition fest
"Der Spielaufbau muss stimmen, das Tor muss fallen und manchmal hilft der Zufall"

Leipzig (ots) - Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU), in seiner Kindheit nach eigenen Worten ein minderbegabter Fußballspieler aber ein todsicherer Elfmeterschütze, sieht sich vom glänzenden ersten Auftritt der DFB-Elf bei der WM in Brasilien beschwingt in seiner Arbeit für die Große Koalition. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwoch-Ausgabe) meinte Altmaier: "Der Spielaufbau muss stimmen und das Tor muss fallen", sagt Altmaier. "Und manchmal hilft der glückliche Zufall." Wo auf dem Fußballplatz im Zweifelsfall der Schiedsrichter Foulspiel mit einer roten oder gelben Karte ahnde komme für die Koalitionäre der Wähler ins Spiel: "Bei uns ist der Wähler der Schiedsrichter. Deshalb kommt die rote oder gelbe Karte für manche ein paar Jahre später." Auf dem Fußballplatz sei, wie in der Politik, seiner Beobachtung nach früher mehr gefoult worden. "Die jungen Leute von heute schätzen keine Fouls mehr", behauptet Altmaier. "Jeder der meint, man kann mit Foulspiel irgendwas erreichen, ist nicht sehr weit damit gekommen", so der politische Fußball-Philosoph Altmaier. In einer guten Koalition "dürfen auch Stars mitspielen, vorausgesetzt, sie spielen auch mannschaftsdienlich. Das kann man für die zweite Große Koalition bisher sagen." Ein besonderes Lob erfährt vor diesem Hintergrund die Kanzlerin. "Die Beitrage zur politischen Kultur, die Angela Merkel in ihrer Kanzlerschaft leistet, haben eine allgemeine Veränderung der politischen Kultur bewirkt", betont Altmaier. "Politik ist viel sachlicher geworden. Es ist ihr ganz persönlicher Stil. Das wirkt sich aus, auch in den Umgangsformen in der Koalition. Auch im Umgangston zwischen Koalition und Opposition." In Anspielung auf die bekannte These von DFB-Trainer Jogi Löw - "Högschde Konzentration" gelte für die Große Koalition nach den Worten Altmaiers folgende Devise: "Für diese Koalition würde ich sagen, nicht högschde Selbstdarstellung, sondern höchste Seriosität. Mehr sein als scheinen. Das ist unser Punkt."

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