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LVZ: Junge Union: Verantwortungsloser Rentenkurs der großen Koalition
Nahles-Pläne "bestrafen" junge Generation doppelt

Leipzig (ots) - Als "verantwortungslos" kritisiert die CDU-Jugendorganisation Junge Union den geplanten Rentenkurs der großen Koalition. "Der Weg, der jetzt bei der Rente eingeschlagen wird, ist ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation", sagt der stellvertretende JU-Bundesvorsitzende Benedict Pöttering der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwoch-Ausgabe). Damit würden die "Grundpfeiler unserer sozialpolitischen Errungenschaften vom gesellschaftlichen Frieden zwischen Jung und Alt und das Prinzip von Leistung und Gegenleistung" zerstört. Notwendig sei deshalb ein neuer Generationenvertrag, der die Finanzierung auch in 30 oder 40 Jahren sichere.

Bleibe es bei den Rentenplänen von SPD-Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, deren fertiger Gesetzesentwurf eine höhere Mütterrente und eine Frührente ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren vorsieht, werde die junge Generation "doppelt bestraft", so die JU-Kritik: "Die Beiträge bleiben hoch und dadurch wird private Vorsorge erschwert, gleichzeitig sinkt aber das Rentenniveau kontinuierlich ab." Insgesamt, so der JU-Vize, "zeigt die Politik im Allgemeinen und auch die große Koalition zu wenig Mut, eine wirkliche Antwort auf die Gerechtigkeitsfrage der Zukunft zu finden". Er setze darauf, dass auch innerparteilich in diese Debatte "bei uns wieder etwas mehr Dampf und Ehrlichkeit kommt".

Die Rentenpläne der großen Koalition sind, neben der Reform des EEG, zentrale Punkte bei der heute und morgen stattfindenden Klausurtagung der Bundesregierung in Meseberg.

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