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LVZ: Rainer Arnold (SPD): Internet-Veröffentlichung ändert nichts an Sicherheitslage deutscher Soldaten in Afghanistan

Leipzig (ots) - Nach Ansicht des verteidigungspolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, bedeuten die Veröffentlichungen des Internetportals Wikileak keine veränderte Sicherheitslage für die deutschen Soldaten in Afghanistan. "Dafür gibt es keine Indikatoren", sagte er gegenüber der Leipziger Volkszeitung (Dienstagausgabe). Arnold räumte jedoch ein, dass es sich um einen kritischen Vorgang handele: "Es sind viele Details benannt, aus denen Aufständische ihre Folgerungen ziehen können."

Für Interessierte enthielten die Dokumente allerdings kaum Neuigkeiten oder Enthüllungen. "Die Tatsache, dass die Amerikaner dort auf eigene Rechnung agieren ist nicht neu", sagte er mit Blick auf Berichte über die Existenz einer US-Elitetruppe zur Liquidierung von Taliban-Anführern, die mit rund 300 Mann auch im deutschen Zuständigkeitsbereich in Nordafghanistan stationiert ist. "Wir sind nicht im Detail informiert und wissen nur, dass sie dort sind. Ich bin aber nicht sicher, ob uns überhaupt jemand gut informieren könnte. Denn dies läuft im hohen Maße auch am deutschen Kontingent vorbei."

Der SPD-Verteidigungsexperte erwartet, dass die innenpolitische Debatte über den in der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnten Einsatz nicht einfacher wird. "Es macht aber keinen Sinn, wenn man die Dinge verdrängt." Aus den Dokumenten lesen Kritiker eine naive Herangehensweise deutscher Soldaten in der Anfangsphase heraus. Dem widerspricht Arnold: "Die Situation hat sich in der Region Kunduz in den letzten 20 Monaten ständig verschärft und verändert. Man ist unter anderen Voraussetzungen dorthin gegangen als es heute die Situation ist."

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