Leipziger Volkszeitung

LVZ: Bei Guttenbergs ist die Befehls- und Kommandogewalt zwischen Karl-Theodor und Stephanie gerecht verteilt
CSU-Kanzlerkandidat in 50, 60 Jahren

Leipzig (ots) - Bei der Familie zu Guttenberg teilen sich der Minister und seine Frau die IBuK-Aufgaben als Inhaber der Befehls- und Kommandogewalten im Ministerium und in der Familie. Der IBuK ist die amtsoffizielle Funktion des Bundesverteidigungsministers in Friedenszeiten - im Kriegsfall geht diese Funktion auf den jeweiligen Bundeskanzler über. Im Hause von Stephanie und Karl-Theodor zu Guttenberg "ist die IBuK-Fähigkeit sehr gerecht verteilt", sagte der Minister in einem Video-Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (www.lvz-online.de Freitag-Ausgabe). Stephanie zu Guttenberg entscheide zwar nicht über den weiteren Verlauf seiner politischen Karriere, aber sie "entscheidet sehr viel, was mit dem Familienleben und zu Hause zu tun hat" und für ihn gelte mit der adeligen Grundausbildung: "Man hat seine Aufgaben wahrzunehmen. Und die hat man mit dem Handwerkszeug und dem Rüstzeug, das einem gegeben ist, wahrzunehmen. Und dazu gehört sicher auch gelegentlich mal Härte. Aber das ist an das Amt gebunden, das man selbst hat." In Sachen des notwendigen Quantums "Eitelkeit", das man karrierebedingt mitbringen müsse, hob der CSU-Minister hervor: "Hoffentlich wenig genug, um es in gewisse Ämter zu schaffen, die man dann wahrnehmen darf."

Mit Blick auf seine eigene weitere Karriereplanung gestand zu Guttenberg ein, er ahne "überhaupt nicht", wo diese einmal enden könnte, "weil man immer wieder feststellt, wie hoch auch das Ausmaß von Überraschungen und von Willkür in der Politik sein kann". Und er ergänzte: "Manchmal leistet man dazu möglicherweise auch selbst den einen oder anderen Beitrag." Den Vergleich zur CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel werde er "nicht wagen", sagte zu Guttenberg weiter. "Es ist ein immenses Spektrum, ein riesiger Horizont, den die Frau Bundeskanzlerin abzudecken hat. Ich habe eine Facette, für die ich Verantwortung trage. Die fordert mich außerordentlich und sie fordert mich auch genug." Für die Rolle des Kanzlerkandidaten zu Guttenberg sieht der CSU-Politiker sich nicht gefragt - noch nicht: "Das ist nicht ausgeschlossen, dass wir uns in 50, 60 Jahren über einen solchen Kandidaten freuen werden". Da er dann selbst für diese Rolle schon zu alt sein könnte "werde ich mich mitfreuen", meinte zu Guttenberg.

Der Wortlaut des Interviews ist ab Freitag zu finden unter: www.lvz-online.de

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