Leipziger Volkszeitung

LVZ: ILA-Entscheidung vertagt - Flugverbot durch Vulkanasche schuld

Leipzig (ots) - Leipzig. Die für heute geplante Entscheidung, ob die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) nach Leipzig wechseln wird oder in Berlin-Brandenburg bleibt, ist nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe) vertagt. Grund ist die erneute zeitweilige Luftraumsperrung in Süddeutschland durch die Vulkanaschewolke. Die Präsidiumssitzung des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) musste vertagt werden - wegen der Flugabsagen aufgrund der Vulkanasche können einzelne Mitglieder nicht anreisen. "Das Präsidium würde nicht betriebsfähig sein", erklärte BDLI-Sprecher Christopher Bach der Zeitung. Zwar konnten nicht alle Delegationen rechtzeitig benachrichtigt werden. Die Vertreter des BDLI wie auch die Vertreter Leipzigs seien jedoch informiert worden. Unter anderem sei die Anreise des BDLI-Präsidenten - Airbus-Chef Thomas Enders - aus Toulouse via München nicht garantiert. Einen neuen Termin für die Entscheidung über die ILA-Zukunft gebe es noch nicht, hieß es gestern Abend.

Im Vorfeld der für heute vorgesehenen Vergabe hatte sich Leipzig zuletzt zuversichtlich gegeben. Allerdings stehen auch die Zeichen für die Hauptstadt nicht schlecht. Das jedenfalls glauben die lokalen Politikergrößen, die die ILA auf keinen Fall ziehen lassen wollen. In den vergangenen Wochen schmiedeten sie einen Plan, wie sie den BDLI milde stimmen können. Da der alte Schönefelder ILA-Standort dem neuen Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) weichen muss, soll ein neues Gelände neben dem BBI in Selchow entstehen. Entscheide sich der Verband, die ILA in Berlin zu belassen, werden auf dem Areal Hallen mit 60 000 Quadratmetern Fläche für 27 Millionen Euro gebaut.

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