Leipziger Volkszeitung

LVZ: Steuerzahlerbund: Griechenland-Hilfe eine bittere Pille für deutschen Steuerzahler
Nach Athen gehört Schuldnerberater

Leipzig (ots) - Der Bund der Steuerzahler hat verbittert auf die von Griechenland eingeforderte EU-Finanzhilfe reagiert. "Das ist eine bittere Pille für den deutschen Steuerzahler. Doch wie in der Bankenkrise haben wir die Wahl zwischen Pest und Cholera: Ein Staatsbankrott von Griechenland hätte weitaus schlimmere Folgen auch für den kleinen Steuerzahler", sagte Geschäftsführer Reiner Holznagel der "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe). Allerdings gebe es aus der Finanzkrise auch eine wichtige Lehre für die Griechenland-Hilfe. "Es kann nur Hilfe zur Selbsthilfe sein. Wenn Griechenland diese Selbsthilfe verweigert, dann können sie auch nicht länger auf Unterstützung hoffen."

Der Steuerzahlerbund fordert die Bundesregierung auf, die Finanzhilfen für Griechenland an harte Auflagen und Kontrollen zu knüpfen. "Nach Griechenland gehört jetzt ein Schuldnerberater. Die EU muss einen Beauftragten nach Athen entsenden, der die harten Sparauflagen gründlich überwacht und gewährleistet, dass die gewährte EU-Hilfe nicht folgenlos versickert", so Landsberg. Alles andere wäre dem Steuerzahler nicht mehr vermittelbar.

Die neuen griechischen Defizitzahlen würden allerdings den Verdacht erhärten, dass die griechische Regierung noch immer nicht den Ernst der Lage erkannt habe. "Offenbar hat man in Athen immer noch nicht den Weg gefunden, eine transparente und aufrichtige Haushaltsführung zu betreiben. Es ist unerträglich, dass Außenstehende noch immer rätseln, wie groß das Defizit wirklich ist", so Holznagel. "Das brüskiert jeden ehrlichen Steuerzahler, der zähneknirschend bereit ist, Hilfe zu leisten."

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