Leipziger Volkszeitung

LVZ: Ost-Beauftragter de Maizière erwartet von Ost-Solarindustrie nach neuem Fördertopf mehr eigene Anstrengungen
Chancen durch neue Stipendien

Leipzig (ots) - Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), hat nach dem Kabinettsbeschluss über ein Solar-Sonderprogramm von 100 Millionen Euro insbesondere für Ostdeutschland von der Photovoltaik-Industrie eigene verstärkte Anstrengungen verlangt, um die Technologieführung auch zukünftig zu behaupten. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag-Ausgabe) sagte de Maizière: "Damit dies so bleibt, müssen die Unternehmen allerdings stärker an ihren Fertigungsprozessen arbeiten und in die Weiterentwicklung ihrer Produkte Investieren."

Die unter Beteiligung de Maizières entwickelten Eckpunkte zur Förderung der Solarbranche hätten das Ziel, "in den nächsten drei bis vier Jahren mit gemeinsamen Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Innovationen bei der Produktion und den Produkten umzusetzen", so der Minister. "Für die neuen Länder, die im Bereich der Solarforschung und -industrie einen exzellenten Ruf genießen, bieten sich hierdurch große Chancen. Diese müssen jetzt entschlossen genutzt werden." Dabei gehe es auch um eine Stärkung von Technologie-Netzwerken und Investitionen in die Forschungsinfrastruktur. Nachdem der Bund nun 100 Millionen Euro bereitstellen werde, "erwarten wir, dass die Industrie Eigenmittel in Höhe von etwa 500 Millionen Euro selber aufbringt". Dann wird auch künftig "PV made in Germany" ein Markenzeichen für Innovative Produkte höchster Qualität zu fairen Preisen sein.

Mit Blick auf das neue Stipendien- und Bafög-Regelwerk, das vom Bundeskabinett ebenfalls beschlossen wurde, verwies de Maizière gegenüber der Zeitung auf "neue Chancen für die neuen Länder, die Beziehungen zur Wirtschaft zu stärken und hierdurch einen weiteren Anreiz zu schaffen, viele und gute Studenten für die ostdeutschen Hochschulen anzuwerben". Im Osten gebe es durchweg erstklassige Studienbedingungen, "diese gilt es zu nutzen", sagte der Minister. "Dies gilt gleichermaßen für die Studenten wie für die Unternehmen."

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