Leipziger Volkszeitung

LVZ: SPD hält Union "unwürdiges Schauspiel" mit dem Amt des Bundespräsidenten vor
Oppermann: Lustloser Wulff sollte in die Wirtschaft wechseln

Leipzig (ots) - Die SPD hat die in der Union gestartete Nachfolge-Debatte für das Amt des Bundespräsidenten, vier Jahre vor Ablauf der Amtszeit von Horst Köhler, scharf kritisiert. Thomas Oppermann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, sagte gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag-Ausgabe): "Es ist ein unwürdiges Schauspiel, dass sich mit Bundestagspräsident Norbert Lammert, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und jetzt auch noch mit Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff gleich drei Unions-Politiker für die Nachfolge von Horst Köhler warmlaufen." Oppermann erinnerte daran, dass die Wiederwahl Köhlers vor noch nicht einmal einem Jahr stattgefunden habe.

Nachdem jetzt einige Politiker Wulff als denkbaren Köhler-Nachfolger ausdrücklich begrüßt haben, meinte Oppermann mit Blick auf den Niedersachsen: "Wenn Christian Wulff keine Lust mehr hat, soll er sich einen Job in der Wirtschaft suchen, aber nicht auf das Amt des Bundespräsidenten spekulieren." Vor einiger Zeit hatte Christian Wulff noch eingeräumt, kein "Alphatier" in der Politik zu sein, im Gegensatz zu Angela Merkel beispielsweise. Ihm fehle der "unbedingte Wille zur Macht und die Bereitschaft, dem alles unterzuordnen", ließ sich Wulff zitieren.

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