Leipziger Volkszeitung

LVZ: Patientenbeauftragter verteidigt "gesunden Mittelweg" bei der Schweinegrippe-Impfaktion

Leipzig (ots) - Den eingeschlagenen "gesunden Mittelweg" zwischen Aktionismus und zu wenig Vorsorge bei der Bekämpfung der Schweinegrippe-Pandemie in Deutschland hat der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, der CSU-Politiker Wolfgang Zöller, verteidigt. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe) mahnte Zöller zugleich organisatorische Verbesserungen bei der Planung von großen Impfaktionen als Konsequenz aus dem Organisationswirrwarr der letzten Monate an. Zur aktuellen Kritik an einer Überversorgung mit bereitgestellten Impfdosen meinte Zöller: "Das ist eine typisch deutsche Diskussion. Zu Beginn meinten viele derjenigen Experten, die sich heute über Hysterie oder über zu viel bestellte Impfstoffe beschweren, die anvisierte Impfzahl von einem Viertel der Bevölkerung sei unverantwortlich gering. Wir haben das gesunde Mittelmaß zwischen Überreaktion und zu wenig Aktionismus gewählt", verteidigte der Patientenbeauftragte das staatliche Handeln. An diesem gesunden Mittelweg sollte die Bundesrepublik festhalten. "Ich bin strikt gegen einen Impfzwang, wer sich impfen lassen will, dem sollte die Möglichkeit der Vorbeugung eingeräumt werden. Wichtig für die Patienten ist, dass die Verantwortlichen Konsequenzen für eine zukünftig reibungslosere Organisation der Impfaktion ziehen." Pressekontakt: Leipziger Volkszeitung Büro Berlin Telefon: 030/72626-2000 Original-Content von: Leipziger Volkszeitung, übermittelt durch news aktuell

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