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LVZ: Gysi: Der Dresdner Parteitag könnte für die SPD zur ersten Station auf einem langen Weg der SPD zu sich selbst werden

    Leipzig (ots) - Der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Gregor Gysi, hat es begrüßt, dass die SPD dabei sei, dank des linken Drucks seiner Partei, sich wieder mit ihrer Resozialdemokratisierung zu beschäftigen. Vor dem Parteitag der SPD in Dresden forderte Gysi gegenüber der ?Leipziger Volkszeitung? (Freitag-Ausgabe), die traditionsreiche Partei müsse sich auf ihrem Parteitag ?überwiegend mit sich selbst beschäftigen?, da die SPD im Verlauf von elf Jahren Politik in Regierungsverantwortung ?rund die Hälfte ihrer Mitglieder und ihrer Wählerschaft dadurch verlor, dass sie ihre Identität aufgab?. Nach ihrem ?desaströsen Abschneiden bei der Bundestagswahl? müsse sich die Sozialdemokratie, so meint Gysi, der Frage stellen, ?ob die SPD zu grundlegenden Korrekturen ihrer neoliberalen Politik bereit und in der Lage ist, sich wieder zu resozialdemokratisieren?. Ihre derzeitige Führung habe deutlich gemacht, dass sie im Grundsatz an der Agenda 2010-Politik, an der Rente erst ab 67, an Hartz IV und an Kriegseinsätzen der Bundeswehr festhalten wolle. ?Doch an der Parteibasis rumort es. Unser Druck von links wirkt. In Dresden wird sich zeigen, ob die Mitglieder in der SPD wieder eine Stimme bekommen und der Parteitag damit zur ersten Station auf einem langen Weg der SPD zu sich selbst wird?, meinte Gysi.

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