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LVZ: Patientenbeauftragte: Raffgier von Ärzten verlangt harte Sanktionen

    Leipzig (ots) - Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel (SPD), hat die sogenannte Fangprämie als Raffgier einiger Ärzte scharf kritisiert  und Sanktionen gefordert. "Angesichts der bekannt gewordenen Vorwürfe frage ich mich, wo da die medizinische Ethik bleibt", sagte Kühn-Mengel  der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe). Da gebe es nichts zu entschuldigen, es sei ein unmöglicher Vorgang. "Diese Verfehlungen müssen mit Sanktionen hart geahndet werden. Es handelt  sich schließlich um das Geld der Versicherten, was an anderer Stelle im Gesundheitssystem fehlt",  so die Patientenbeauftragte weiter.

    Eine Mitschuld der Politik sieht  Kühn-Mengel nicht. "Wir erleben hier kriminelle Machenschaften. Das hat mit  der kritisierten   Kommerzialisierung im Gesundheitswesen nichts zu tun." Wettbewerb sei auch weiter gewollt im Gesundheitswesen. "Gute Qualität  soll  auch gut bezahlt werden. Wenn aber schlecht ausgelastete Krankenhäuser nun Ärzte bestechen, um ihre Betten besser zu belegen,  dann hat das nichts mehr mit einem  gesunden  Wettbewerbsgedanken zu tun."

    Eine Gesetzesverschärfung  lehnt die Patientenbeauftragte ab. "Bevor nach neuen Gesetzen gerufen wird, muss man schauen, was  schon da ist. Wenn ein Straftatbestand erfüllt ist,  dann gibt es dafür bereits jetzt entsprechende Gesetze. Ich bin statt neuer Gesetze eher dafür, Transparenz und Qualität im Gesundheitsbereich zu stärken, um so Betrugsmöglichkeiten schrittweise abzubauen."

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