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LVZ: Leipziger Volkszeitung zu CSU

    Leipzig (ots) - Dem neuen CSU-Parteichef Horst Seehofer bleibt trotz seines guten Wahlergebnisses keine Zeit zum Durchatmen. Er muss nun in Windeseile einen würdigen Nachfolger in Berlin präsentieren, einen schlagkräftigen Generalsekretär finden und ein verjüngtes Kabinett zusammenstellen, das seine Parole vom Neuanfang glaubhaft verkörpert. Die Messlatte hat er selbst hoch gehängt. Auf die berühmten 50 Prozent plus X will er wieder kommen bei der Europa- und Bundestagswahl - und erstere findet bereits in einem halben Jahr statt. Der Zeitdruck für Seehofer ist also enorm, die Ausgangsbedingungen denkbar schlecht. Der neue Parteichef steht vor einem politischen Spagat. Lauter als bisher will Seehofer in Berlin blöken und muss gleichzeitig beim Bund für die Landesbank betteln. Er will die Stammwähler wieder begeistern, darf aber den Koalitionspartner nicht vergrätzen. Mehr Geld soll es für Lehrer, Hochschulen und Polizisten geben - vorausgesetzt, die BayernLB frisst nicht alles auf. Bevor Seehofer einmal führen kann, muss er erst lange auf der CSU-Baustelle schuften.

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