Leipziger Volkszeitung

LVZ: Städtetags-Präsident Ude fordert Schulinvestitionsprogramm von Bund und Ländern
Kritik an der Nichteinladung der Städte zum Bildungsgipfel

Leipzig (ots) - Ein Schulinvestitionsprogramm von Bund und Ländern, "damit nicht der Schulstandort über die Bildungsqualität entscheidet" hat der Präsident des Deutschen Städtetages, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) zum Auftakt des Bildungsgipfels in Dresden gefordert. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwoch-Ausgabe) forderte er zudem die Länder auf, die noch immer fehlenden Mittel zur Verwirklichung des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz bereit zu stellen. Außerdem kritisierte Ude fehlende Ländergesetze zur Organisation einer durchgehenden Schul-Sozialarbeit. Die Nicht-Einladung der Städte und gemeinden zum Dresdner Bildungsgipfel stieß beim Städtetags-Präsidenten erneut auf großes Unverständnis. "Die Städte gehören mit an den Tisch, weil Bildung eine nationale Herausforderung für alle ist", sagte Ude. "Die Kommunen sind beispielsweise die Träger von Schulen und Volkshochschulen, aber auch verantwortlich für Kindergärten und Krippen und damit für die frühkindliche Bildung." Die finanziellen Mittel des Bundes seien überaus hilfreich, doch damit allein könnten die Städte die fehlenden Plätze für einen Rechtsanspruch auf Betreuung ab dem ersten Lebensjahr bis 2013 nicht schaffen. "Die Länder sind jetzt gefordert, die noch fehlenden Milliarden bereitzustellen", mahnte Ude. Der Kommunalpolitiker verwies darauf, dass die Kommunen für den Bau und Ausbau von Schulen verantwortlich seien, aber trotzdem unverständlicherweise nicht auf dem Gipfel zugelassen seien. "Ein anderer Schulrhythmus in Ganztagsschulen oder beim achtjährigen Gymnasium stellt neue Anforderungen auch an die Schulgebäude. Beispielsweise werden Räume für das Mittagessen gebraucht. Viele kommunale Schulträger können diese neuen Anforderungen nicht allein bewältigen", meinte Ude. Deshalb müsste dringend ein neues Schulinvestitionsprogramm von Bund und Ländern aufgelegt werden. Unter Verweis auf die notwendige Schulsozialarbeit betonte Ude, die Städte seien bereit, ihren Beitrag zu leisten und zum Beispiel die Schulsozialarbeiter besser mit der kommunalen Jugendhilfe und Erziehungsberatung zu verknüpfen. "Es fehlen Ländergesetze, die den Einsatz und die Finanzierung von Schulsozialarbeitern regeln." Pressekontakt: Leipziger Volkszeitung Büro Berlin Telefon: 030/726 262 000 Original-Content von: Leipziger Volkszeitung, übermittelt durch news aktuell

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