Leipziger Volkszeitung

LVZ: Viel Geld bei schlechtem Kundenangebot
Ministerielle Kritik an merkwürdiger Info-Praxis bei der BKK-Nord

    Leipzig (ots) - Viel Geld für die Verwaltung bei schlechtem Kundenangebot beklagt, nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe), das Bundesgesundheitsministerium aufgrund noch immer zu vieler gesetzlicher Krankenkassen. Jüngstes Beispiel sei der Landsverband Nord (Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) der Betriebskrankenkassen mit rund 500 000 Mitgliedern.

    Deren Vorstandsvorsitzende Claudia Korf erhält, laut Bundesanzeiger-Veröffentlichung, eine jährliche Grundversorgung von 130 000 Euro plus Zuschläge plus Dienstwagen, ihr Verband bietet aber auf der offiziellen Internet-Seite für die Kunden unter dem Stichwort "Leistungen" den völlig veralteten Sachstand aus dem Jahr 2003 an, beispielsweise beim Mutterschutz. Während bereits seit April 2007 Mutter-/Vater-Kind-Kuren zur Pflichtleistung geworden sind, verweist der BKK-Landesverband von Frau Korf auf den Sachstand des Jahres 2003. Das geschieht mit dem Hinweis: "Auf eine Krankenversicherung müssen Sie sich verlassen können, wenn es darauf ankommt. Sie sollte effizient mit Ihren Beiträgen umgehen und genau die Leistungen bieten, die zu Ihrem Leben passen. So wie die BKK." Das Bundesgesundheitsministerium von Ulla Schmidt (SPD) zeigte sich auf Anfrage "verwundert", dass der BKK-Spitzenverband "tatenlos diese Informationspolitik der merkwürdigen Art" geschehen lasse.

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