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LVZ: Leipziger Volkszeitung zu U-Bahn-Schlägern

    Leipzig (ots) - Nein, es hilft nicht, die Augen zu schließen. Die schwer erträglichen Bilder, auf denen Brutalos einen Rentner in München halb tot treten, sind so oft über die Bildschirme gelaufen, dass sie sich ins Hirn eingebrannt haben. Gestern hat das Landgericht München die Täter mit angemessener Härte bestraft. Und prompt sind aus diesem Anlass die Aufzeichnungen der Überwachungskameras in die Nachrichtensendungen zurückgekehrt. Dabei zeigen die Aufnahmen lediglich die Spitze eines Eisberges. Der U-Bahn-Überfall zeugte zwar von ungewöhnlicher Grausamkeit, aber er war letztlich nur eines von 217923 Gewaltdelikten im vergangenen Jahr. 217923-mal Rohheit auf der einen, Qual und Angst auf der anderen Seite. Die Zahl der Übergriffe steigt, und vor allem junge Menschen schlagen immer öfter zu. Mehr als 40 Prozent der Gewalttäter sind noch keine 21 Jahre alt. Debatten um Jugendkriminalität werden meist ideologisch geführt. Konservative fordern harte Strafen, Linke mehr Sozialarbeit. In Wahrheit können Erziehungsversuche allenfalls glücken, wenn dabei Regeln ohne Wenn und Aber durchgesetzt werden. Und: Prävention dämmt, sofern sie gelingt, nur die Kriminalität von übermorgen ein. Der Schutz der Allgemeinheit kann nicht so lange warten. Zu Recht haben die Richter das Geschehen in München als Mordversuch gewertet und konsequent geahndet. Es liegt im öffentlichen Interesse, auch junge Schwerkriminelle aufgrund der Wiederholungsgefahr langjährig wegzusperren. Nein, es bringt nichts, die Augen vor der Statistik zu verschließen: Knapp neun Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben keinen hiesigen Pass, doch der Anteil der Ausländer unter den jungen Gewalttätern liegt bei 50 Prozent. Täter wie Serkan A. und Spyridon L. schaden ihren Landsleuten, vergiften das Klima. Die hohe Gewaltbereitschaft junger Ausländer weckt allgemeine Ängste. Bei Deutschen entstehen so Vorurteile, von denen zu Unrecht auch die gesetzestreue Mehrheit der Einwanderer betroffen ist. Deshalb ist es ein Beitrag zur Integration, ausländische Schwerkriminelle abzuschieben, sofern dies rechtlich möglich ist. Das erleichtert ein gedeihliches Zusammenleben der Hiesigen und der Zugereisten in Deutschland.

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