Leipziger Volkszeitung

LVZ: LVZ-Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen bereit, für Milch mehr zu zahlen, nur 15 Prozent akzeptieren höheren Benzinpreis/ Zwei Drittel befürchten Verschlechterung der persönlichen wirtschaftlichen Lage

Leipzig (ots) - Der Preisanstieg für Lebensmittel und Energie führt zu unterschiedlichen Reaktionen in der Bevölkerung. So sind zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) bereit, für Milch mehr zu bezahlen, darunter im Westen mit 70 Prozent noch mehr als im Osten mit 60 Prozent. Das ergab eine Umfrage der Leipziger Volkszeitung (Mittwochausgabe), für die das Leipziger Institut für Marktforschung Mitte Juni deutschlandweit 1005 repräsentativ ausgewählte Erwachsene interviewte. Für Wasser würden noch 37 Prozent tiefer in die Tasche greifen, davon im Westen 40 Prozent und im Osten nur 26 Prozent. Bei Strom, Gas, Treibstoff und Heizöl nimmt die Bereitschaft, mehr zu zahlen allerdings rapide ab. So haben nur noch 20 Prozent Verständnis für höhere Preise bei Strom, 16 Prozent bei Gas, 15 Prozent bei Benzin und Diesel und 13 Prozent bei Heizöl. Etwa acht von zehn Bürgern ärgern sich bei jeder gestiegenen Rechnung an der Tankstelle und jedem Strombeleg zu Hause. Beim Blick auf die persönliche wirtschaftliche Zukunft verdüstert sich für die meisten der Horizont. Zwei Drittel (68 Prozent) - im Osten (72 Prozent) noch mehr als im Westen (67 Prozent) - rechnen damit, dass sich ihre finanzielle Situation in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern wird. Nur jeder Fünfte (20 Prozent) sieht Licht am Horizont und glaubt, dass sich seine persönliche finanzielle Lage verbessert, darunter vor allem junge Leute zwischen 18 und 29 Jahren sowie Angestellte, Beamte und auch Arbeitslose, die optimistisch davon ausgehen, dass es nur besser werden kann. Mit 47 Prozent trauen die meisten Befragten keiner Partei die nötige Kompetenz zu, eine Politik zu betreiben, die zur Verbesserung ihrer persönlichen wirtschaftliche Situation führt. Am ehesten wird noch von insgesamt 17 Prozent die Union (Ost 15 Prozent, West 17 Prozent) genannt, im Osten folgt dann die Linke mit zwölf Prozent, im Westen die SPD mit elf Prozent. Pressekontakt: Leipziger Volkszeitung Redaktion Telefon: 0341/218 11558 Original-Content von: Leipziger Volkszeitung, übermittelt durch news aktuell

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