Leipziger Volkszeitung

LVZ: Bush und Iran

Leipzig (ots) - Von Bernd Hilder Dass US-Präsident Bush sogar kurz vor Ende seiner Amtszeit einen Militärschlag gegen Iran nicht ausschließt, liegt auf der Hand: Auch eine lahme Ente im Oval Office darf sich nicht selbst einer theoretischen Machtoption berauben. Tatsächlich aber ist ein groß angelegter Waffengang gegen Teheran noch zur Regierungszeit von Bush praktisch ausgeschlossen. Daran ändert auch die seit kurzem verbesserte militärische Lage im Irak nichts. Die letzte Weltmacht ist derzeit kaum in der Lage, einen zweiten Krieg zu führen, der politisch so umstritten wäre, wie der im Irak. Dies öffnet für die Europäer ein kleines Zeitfenster der Möglichkeiten. Sie können und müssen jetzt beweisen, dass Iran, der auch für Europa gefährliche Unruhestifter mit Lust auf Atomspielzeuge, mit diplomatischen Mitteln und Sanktionen zur Vernunft zu bringen ist. Gelingt das nicht, sollten die Europäer keine naiven Erwartungen mit der Nach-Bush-Ära verbinden, egal ob McCain oder Obama das Rennen macht. Beide werden nicht zögern, gegen Teheran auch die militärische Karte zu zücken, wenn sich die USA in ihrer nationalen Sicherheit massiv bedroht fühlen. Pressekontakt: Leipziger Volkszeitung Redaktion Telefon: 0341/218 11558 Original-Content von: Leipziger Volkszeitung, übermittelt durch news aktuell

Das könnte Sie auch interessieren: