Leipziger Volkszeitung

LVZ: Ärger im Bundestag über neuen Dienstleister-Vertrag für Fahrbereitschaft

Leipzig (ots) - Dem Deutschen Bundestag steht, nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe), Ärger mit der Fahrbereitschaft ins Haus. Nach neunjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Berliner Dienstleister "Rocvin Dienste GmbH" wurde der neue dreijährige Dienstleistervertrag nach einer offenen Ausschreibung durch die Parlamentsverwaltung an den kostengünstigeren Bewerber "DB Rent" vergeben. Ausgerechnet an ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, das nicht zuletzt dank üppiger staatlicher Geldtransfers den Markt aufrollen will. Viele der rund 130 Rocvin-Fahrer (der Bundestag selbst hat nur 30 fest angestellte Chauffeure bei jährlich immerhin rund 1,5 Millionen Abgeordneten-Kilometer im Großraum Berlin) fürchten jetzt um ihre Jobs und hoffen auf Solidaritäts-Aktionen bei den Abgeordneten. Ihre Firma, so Rocvin-Fahrer gegenüber Parlamentariern, habe bereits beim Bundeskartellamt in der zuständigen Vergabekammer, Beschwerde gegen die Vergabe an die Bahn-Tochter eingelegt. Damit wäre das Vergabeverfahren aufgehalten. Ab Juli stünden die Parlamentarier nicht nur in der Sommerpause, sondern eventuell auch ohne Fahrer da. In der Unions-Bundestagsfraktion machte sich wegen des Billig-Angebots der DB-Firma zum Nachteil eines rein privaten Dienstleisters bereits deutlicher Unmut breit. Fraktionschef Volker Kauder beendete eine längere interne Debatte mit der Feststellung, diese geplante Vergabe sei "keine Mittelstandsförderung". Pressekontakt: Leipziger Volkszeitung Büro Berlin Telefon: 030/72626-2000 Original-Content von: Leipziger Volkszeitung, übermittelt durch news aktuell

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