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LVZ: Leipziger Volkszeitung zum Ernährungsgipfel

    Leipzig (ots) - Hunger gehört genauso wie Klimawandel eher nicht zu den Themen, die sich in der mitteleuropäischen Wahrnehmung großer Beliebtheit erfreuen. Sich allmählich leerende Milchregale liegen näher. Doch die Zeiten, da man das Problem weit hinten in Asien oder Afrika wähnen konnte, sind längst vorbei. Im globalen Maßstab hat ein Verteilungskampf um Energie-, Rohstoff- und auch Lebensmittelressourcen eingesetzt. Ursachen dafür sind die ungebremst wachsende Weltbevölkerung, unverantwortliche Spekulationen an den Märkten und nicht zuletzt gravierende Fehler der Politik. Weil dem vermeintlich umweltfreundlichen Bio-Ethanol ein Großteil der Mais- und Zuckerrohrernte zum Opfer fällt, sind Grundnahrungsmittel wie eine Tortilla beispielsweise für viele Menschen in Lateinamerika unerschwinglich geworden. Aber auch hausgemachte Probleme, für die die Entwicklungsländer selbst verantwortlich sind, spielen eine gewichtige Rolle. Nur ein internationaler Kraftakt kann diese Entwicklung umkehren und die Gefahr neuer Verteilungskämpfe stoppen. Gerade die oft verteufelte Globalisierung bietet dafür aber gute Chancen.

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