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LVZ: Bisky: Mich verbinden mit Lafontaine mehr Gemeinsamkeiten als Differenzen

    Leipzig (ots) - Eine interessante Führungskooperation an der Spitze der Partei Die Linke ergibt sich auf Grund von Aussagen des wieder gewählten Co-Vorsitzenden Lothar Bisky. In einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe) meinte Bisky mit Blick auf die Doppelspitze zwischen ihm und Oskar Lafontaine: "Wir haben mehr Gemeinsamkeiten als Differenzen." Allerdings bewertete Bisky die Tatsache, dass er selbst bei der Vorsitzendenwahl dieses Mal besser abgeschnitten habe als der ehemalige SPD-Vorsitzende Lafontaine als "Zufall". Bei der ersten Wahl habe er, Bisky, etwas weniger Stimmen gehabt, nun Lafontaine. "Da steckt keine politische Absicht dahinter. Wichtig ist, dass der Leitantrag als Grundlage für unser beider Arbeit angenommen wurde. Wir beiden ziehen an einem Strang." Die Tatsache, dass die auch vom Verfassungsschutz beobachteten Kommunistischen Plattform zugehörige Sahra Wagenknecht bei der Wahl der weiblichen Vorstandsmitglieder das beste Ergebnis auf dem Wahlparteitag in Cottbus erreicht habe ist für Bisky ein Ergebnis des von allen akzeptierten Pluralismus. "Sahra Wagenknecht gehört zur Linken. Sie hat sich im Übrigen seit vielen Jahren zum Grundgesetz bekannt, ist Europaabgeordnete, bringt sich mit konstruktiven Beiträgen ein", meinte Bisky. Die Politikerin denke in manchen Dingen anders als er selbst. "Aber wer Pluralismus will, muss ihn aushalten." Unter Hinweis auf die neuerlichen Stasi-Vorwürfe gegen den Fraktionschef im Bundestag, Gregor Gysi, nahm Bisky seinen Parteifreund in Schutz: "Die Stasi-Geschichte versucht man Gregor Gysi seit vielen Jahren anzuhängen. Sie wird dadurch weder neuer noch wahrer."

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