Leipziger Volkszeitung

LVZ: SPD-Spitze will Entscheid über Kanzlerkandidatur erst im Licht des Ausgangs der bayerischen Landtagswahl treffen

Leipzig (ots) - Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck und sein Vize, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, haben sich verabredet, eine Entscheidung über den SPD-Kanzlerkandidaten für 2009 erst nach der bayerischen Landtagswahl am 28. September 2008 konkret zu diskutieren. Nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag-Ausgabe) seien sich beide darin einig, dass das Abschneiden der CSU, den damit verbundenen Folgen für die Union und der sich daraus ergebenden Aufgaben für die Herausforderung von Angela Merkel mit berücksichtigt werden sollten. Steinmeier, der nach Informationen aus Parteikreisen, zuvor in internen Beratungen unter anderem mit Finanzminister Peer Steinbrück, aber auch in Kontakten mit dem früheren Vorsitzenden Franz Müntefering zu erkennen gegeben haben soll, nicht "als von Beck gerufener" Kanzlerkandidat antreten zu wollen, bestätigte den SPD-Vorsitzenden bei einem gemeinsamen Treffen ausdrücklich in dessen Einschätzung, dass es sich die SPD nicht leisten dürfe, ihren Kandidaten in einer Zeit zu benennen, in der die Partei allgemein als in der Defensive gesehen werde. Steinmeier habe danach gegenüber Vertrauten eingeräumt, sollte er demnächst als Kanzlerkandidat nach vorn gedrängt werden, dann "schlägt das Umfragetief voll zu" und treffe auch ihn. Bis Herbst, mit dem Nürnberger Funktionärstreffen am 31, Mai, der Positionierung über die Sommerferien und einer sich zuspitzenden Debatte innerhalb der Union müsse die SPD deshalb "durch absolutes Team-Spiel" den Nachweis eigener Kraft entwickeln. Pressekontakt: Leipziger Volkszeitung Büro Berlin Telefon: 030/726 262 000 Original-Content von: Leipziger Volkszeitung, übermittelt durch news aktuell

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