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LVZ: Die Leipziger Volkszeitung zu Birma/Hilfe -

    Leipzig (ots) - Von André Böhmer. Täglich neue Horrorzahlen mit immer mehr Toten: Während die Welt mit einer Mischung aus Entsetzen und Anteilnahme die dramatische Opferbilanz des Zyklons Nargis in Birma registriert, lassen die Militärs mehr und mehr ihre mörderische Tarnung fallen. Die von ihnen verordnete tödliche Abschottung des Landes wird nur langsam durchlässiger, die für Millionen Betroffene dringend notwendigen Hilfslieferungen bleiben weiter auf der Strecke. Ein zynischer Machtpoker, der mit dem Leid der Burmesen als politischen Einsatz spielt. Den Hilfsorganisationen mit ihrer bewährten Krisenlogistik bleibt in diesem perfiden Spiel nichts weiter übrig, als Ruhe zu bewahren und mit sanftem Druck die Situation zu verbessern. Das Warten an den Grenzen zerrt zwar an den Nerven, aber die Hoffnung, dass die überforderten Militärs am Ende doch noch einlenken, ist weiter vorhanden. Helfen kann in dieser verfahrenen Situation auch politischer Druck, von der Weltgemeinschaft und von Nachbarstaaten wie China. Das verheißt nicht viel, aber in Anbetracht des Leids der Zyklon-Opfer ist jeder noch so kleine Fortschritt bei der internationalen Hilfe es wert, den Versuch zu wagen.

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