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Wetter-App oder Bauernregel? 3sat-Wissenschaftsdokumentation über "Die Wetter-Industrie"

Mainz (ots) -

Donnerstag, 6. Juli 2017, 20.15 Uhr, 3sat
Erstausstrahlung  

Sandalen anziehen oder doch lieber den Schirm mitnehmen? Wetter-Apps helfen mit ihren Prognosen, die richtige Entscheidung zu treffen. Doch wie präzise sind diese Vorhersagen? Die Dokumentation "Die Wetter-Industrie" von Uta Meyer und Marika Bent geht am Donnerstag, 6. Juli 2017, um 20.15 Uhr dieser Frage nach.

Ein Blick auf die Wetter-App genügt, um zu wissen, wie das Wetter wird. Theoretisch. Denn wie zutreffend sind diese Vorhersagen tatsächlich? Einerseits werden die Wettermodelle immer genauer. Andererseits scheint es, als hätten die Prognosen von Onlineportalen und Smartphone-Apps häufig wenig mit dem tatsächlichen Wetter zu tun. Manche Bauernregel hat sogar eine höhere Trefferquote - wie kann das sein?

Zwar sind heute die Prognosen für den sechsten Vorhersagetag so genau wie 1968 für den kommenden Tag. Denn laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gilt eine Temperatur-Vorhersage für hiesige Klimaverhältnisse als Treffer, wenn sie weniger als 2,5 Grad von der tatsächlichen Temperatur abweicht. So erreicht der DWD für den kommenden Tag eine 90- bis 95-prozentige Genauigkeit für die Vorhersage der Temperatur. Trotzdem: Wettervorhersagen liegen immer wieder falsch, genauer gesagt: Sie sind lokal nicht präzise. Die dabei entstehenden Schäden sind immens.

Genügt die Präzision der frei verfügbaren App? Gibt es einen Qualitätsunterschied zwischen Profiwetter und Endverbraucheranwendungen? Und kann man anhand einfacher Beobachtungen vielleicht sogar selbst herausfinden, wie das Wetter in den nächsten Stunden wird? Die Filmemacherinnen treffen Menschen, denen das Wetter täglicher Begleiter im Berufsalltag ist, und solche, die ihre Freizeitplanung nach dem Wetter ausrichten.

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, befasst sich 3sat-Moderator Gert Scobel im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" in seiner Gesprächssendung "scobel" mit dem Thema "Vorsicht Prognose". Darüber, wie Prognosen erstellt werden, und die Frage, wie seriös sie sind, diskutiert er mit Damian Borth (Direktor des Kompetenzzentrums Deep Learning am Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz), Gerd Gigerenzer (Psychologe, Direktor des Max-Planck-Instituts Adaptives Verhalten und Kognition) und Gerhard Schurz (Wissenschaftstheoretiker, Universität Düsseldorf).

"Die Wetter-Industrie" als Video-Stream: https://pressetreff.3sat.de/startseite/artikel/die-wetter-industrie/

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