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3sat-Zukunftsmagazin "nano": "Allergieforschung" ist BDW-Thema im März
Mittwoch, 24. April 2002, 18.30 Uhr

    Mainz (ots) - Fast ein Drittel aller Europäer leidet darunter oder
wird im Laufe seines Lebens davon betroffen, Tendenz steigend:
Allergie. "nano" geht mit einem in redaktioneller Zusammenarbeit mit
"Bild der Wissenschaft" (BDW) recherchierten Schwerpunkt dem Phänomen
dieser Zivilisationskrankheit auf den Grund und zeigt den derzeitigen
Stand der "Allergieforschung". Dazu zwei Beiträge: Der erste Beitrag
fragt nach dem Zusammenhang zwischen den Pollen als Auslöser einer
Allergie und den Umweltschadstoffen in der Luft. Der zweite zeigt,
wie eine Art "Schmutz-Impfung" dem Immunsystem beibringt, mit
Erregern angemessen umzugehen.
    
    Warum einige Menschen beim Kontakt mit Pollen oder Hausstaubmilben
mit einer Allergie reagieren und andere überhaupt nicht, obwohl sie
der gleichen Umgebung, der gleichen Luft und den gleichen
Schadstoffen ausgesetzt sind, bleibt im Grunde genommen bis heute ein
Rätsel. Dennoch: Im ersten "nano"-Beitrag sind Wissenschaftler des
Umweltforschungszentrums in Leipzig den Geheimnissen der Allergien
auf der Spur.
    
    Der zweite Beitrag erklärt, warum natürlicher Schmutz die
körpereigenen Abwehrkräfte stärkt: Bauernkinder haben einen Schutz
vor Asthma und Allergien. Das haben aktuelle Untersuchungen der
Kinderärztin und Allergologin Erika von Mutius an der Uni-Klinik
München ergeben. Als Erklärung dient die so genannte
Hygiene-Hypothese: Das heranreifende Immunsystem braucht laufend
Anregungen, so genannte Stimuli, um sich zu entwickeln. Bauernkindern
werden fortwährend mit zahlreichen Bakterien und Viren konfrontiert,
wie eine Studie von Umweltmediziner der Uni München ergab: Sie haben
1.500 Staubproben aus bäuerlichen und nichtbäuerlichen Haushalten
untersucht. Die Wissenschaftler wollen nun eine Art "Schmutz-Impfung"
entwickeln, bei der unschädliche Keime verabreicht werden, die das
Immunsystem sanft trainieren.
    
    Das Wort "Allergie" stammt aus dem Griechischen und bezeichnet
eine übersteigerte Reaktion des Organismus auf bestimmte Substanzen
in der Umwelt, die normalerweise nicht schädlich sind. Die Allergie
wurde 1906 erstmals von dem österreichischen Arzt Clemens von Pirquet
beschrieben, doch bis heute sind die eigentlichen Ursachen nicht
vollständig geklärt. Es gibt aber mittlerweile Hinweise, dass sowohl
erbliche Faktoren als auch Umwelteinflüsse bei der Entstehung von
Allergien eine Rolle spielen.
    
    Das Thema wurde in redaktioneller Zusammenarbeit mit "Bild der
Wissenschaft" (BDW) recherchiert. BDW berichtet in seiner
Mai-Ausgabe.
    
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erhalten Sie jeweils am Vortag über News Aktuell oder bei der Presse
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