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3sat: Kulturzeit
Ausgewählte Themen von Montag, 10., bis Freitag, 14. Dezember 2001

Mainz (ots) - Menschenrechte - ein Luxusgut der Zivilisation: Die Rückkehr der Folter in den USA: Die Menschenrechte sind ein Luxusgut der Zivilisation. In den USA wird überlegt, ob man sich dieses Gut in Zeiten des Terrors noch leisten kann. Eine seltsame Debatte ist entbrannt - angestoßen vom sonst liberalen Newsweek-Kolumnisten Jonathan Alter: "Es wird Zeit, über die Folter nachzudenken". Führende Zeitungen und TV-Sender machen sich Gedanken darüber, wie man aus den Verdächtigen etwas Substantielles herauspressen könnte. Das FBI erwägt angeblich, die hartnäckigsten Fälle an befreundete Länder auszuliefern, in denen Druckmittel wie Folter eingesetzt werden. Alan Dershowitz, prominenter Rechtsprofessor in Harvard, plädiert in seinem neuen Buch für eine Art "Folteranordnung". "Kulturzeit" zeichnet am Montag, 10. Dezember, ein Stimmungsbild. Lars Norén - ein Porträt: Lars Norén gilt als bedeutendster Dramatiker Schwedens seit Strindberg. Die Uraufführung (9.12.) seines neuen Stückes "Tristano" inszeniert er am Deutschen Theater in Berlin. Der Autor so erfolgreicher Dramen wie "Nacht, Mutter des Tages", "Dämonen" und "Personenkreis 3.1" ist auch ein erfahrener Regisseur - vor allem am Stockholmer Riksteater, das er selbst leitet. "Kulturzeit" berichtet am Montag, 10. Dezember. 11. September - USA drei Monate danach: Drei Monate nach der verheerenden Katastrophe in New York hat sich das Leben der Menschen in den USA politisch, sozial, kulturell und intellektuell verändert. Der Angriff auf die zivilisierte Welt war auch ein Angriff auf die Demokratie. Wie wird es weitergehen? Der Soziologe Benjamin Barber fordert einen neuen Gesellschaftsvertrag - eine Art neuen "Gemeinsinn", der mehr ist als nur ein Überlebensinteresse. "Kulturzeit" führt am Dienstag, 11. Dezember, ein Gespräch mit ihm über die Möglichkeiten einer Globalisierung der Demokratie. "Lettre" und der Schock des 11. Septembers: Die Zeitschrift "Lettre International" hat 30 bildende Künstler gebeten, unter dem Motto "Der Schock des 11. Septembers" ihre veränderte Sicht auf die Welt in einem Kunstwerk darzustellen. In der Dezember-Ausgabe werden sich die Werke von Rebecca Horn, Jörg Immendorff, Marina Abramovic und anderen finden. "Kulturzeit" berichtet am Mittwoch, 12. Dezember. Erinnerung im globalen Zeitalter - Der Holocaust: Mit der Globalisierung verändert sich auch das kulturelle Gedächtnis. Dieses Phänomen beschreiben die Soziologen Natan Sznaider und Daniel Levy anhand der Erinnerung an den Holocaust in Deutschland, den USA und Israel. Ihre These: Im Zeitalter der Globalisierung ist kulturelle Erinnerung nicht mehr national fixiert. Erfahrungen wie der Holocaust werden zum Bestandteil der globalen Erinnerungskultur und können als Basis für eine länderübergreifende Solidarität und Identität dienen. "Kulturzeit" führt am Mittwoch, 12. Dezember, ein Gespräch mit Natan Sznaider über Israel, den Nahostkonflikt und die Folgen des 11. Septembers. Der Wert des Privaten: Beate Rössler hat den Charakter des Privaten neu zur Debatte gestellt und ein Buch geschrieben, das sich nach dem 11. September anders liest - weil es ein Kernstück unserer westlichen Demokratie zum Gegenstand hat, deren Freiheitsvorstellungen den Kritikern dieser Moderne zwiespältig erscheinen. Rössler erklärt am Donnerstag, 13. Dezember, dass im Privaten der Kern der modernen Freiheit liegt. Es moderiert Catherine Ann Berger. Änderungen vorbehalten ots Originaltext: 3sat Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3sat Karola Klüh Telefon: (06131 - 706478) Original-Content von: 3sat, übermittelt durch news aktuell

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